Produkt-Check Haushalt & Garten

Multitalente im TestMit diesem Hochdruckreiniger gelingt der Frühjahrsputz

03.03.2026, 16:10 Uhr ProfilVon Christoph Dörr
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Mit Hochdruckreinigern den Dreck im Griff - hier das Kraftpaket von Einhell. (Foto: RTL / ntv.de)

Hochdruckreiniger sind kompakte Kraftpakte, die Fahrrad, Balkon, Terrasse, Gartenmöbel oder Grill fit für den Frühling machen. Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf Geräte. Welches hat die größte Putz-Power?

Moos, Schmutz, Verwitterungen und sogar hartnäckige Flecken sind die Folgen eines langen, kalten Winters. Hochdruckreiniger aus der Kompaktklasse sollen ihnen den Garaus machen, aber wie effektiv sind die Reinigungsgeräte rund um Wohnung, Haus und Garten im Alltag wirklich? Und lassen sich entsprechende Geräte auch von Einsteigern schnell und einfach bedienen? Fünf Modelle um die 100 Euro müssen sich in unserem Praxis-Test beweisen.

So testen wir die Hochdruckreiniger von Kärcher, Bosch, Nilsfisk, Einhell und Makita

Hochdruckreiniger kommen draußen zum Einsatz: Wir testen sie an Gartenmöbeln, die eher sanft gesäubert werden - ein Versprechen, das alle Geräte im Testfeld liefern, wobei es hier auf die Wahl der richtigen Spritzdüse ankommt. Um die Maximalpower der Modelle beurteilen zu können, machen wir den Härtetest auf einer 18-Quadrameter-Terrasse mit porösem Betonboden. Wir wollen wissen, wo die Unterschiede der fünf Geräte mit 100 bis 140 bar Druck liegen. Wie die Installation der Geräte gut gelingt, beschreiben wir weiter unten in der Bildergalerie. 

Wichtige Kriterien für den Hochdruckreiniger-Vergleich:

  • Reinigungsleistung

  • Handhabung und Zubehör

  • bester Preis

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Fünf Hochdruckreiniger stehen einsatzbereit auf der verdreckten Test-Terrasse. (Foto: RTL / ntv.de)

Fünf Hochdruckreiniger plus Anschlüsse im Praxis-Test

Die Preise der Produkte können stark schwanken. Die angegebenen Preise beziehen sich auf Angebote im Testzeitraum.

Testsieger: Nilfisk Hochdruckreiniger Core 140

Unser Testsieger überzeugt mit der besten Reinigungsleistung. Mit 140 bar Druck hat er einen leichten Vorteil gegenüber den anderen Geräten, doch es sind weitere Pluspunkte, die ihn für uns zum Champion machen: Der Nilfisk Hochdruckreiniger Core 140* ist sehr gut verarbeitet und hat die stärkste Metallpumpe im Innern. Auch äußerlich unterscheidet er sich - als einziges Modell im Testfeld verfügt er über eine Trommel, die den Schlauch am Gerät aufwickelt. Mit sechs Metern bietet der die längste Reichweite beim Reinigen.

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Testsieger Nilsfisk zieht alle an: links den Wasserschlauch und rechts das Stromkabel. (Foto: RTL / ntv.de)

In der Bedienungsanleitung wird die Erstmontage bildlich gut dargestellt. Dennoch brauchen wir etwas länger, bis das Gerät einsatzbereit ist, weil einige Schrauben angebracht werden müssen - etwa an den Rädern, durch die das Gerät stabiler steht. Über einen Griff kann der Reiniger wie ein Trolley gezogen werden, was sich als sehr praktisch erweist, da der Nilfisk Hochdruckreiniger mit 8,7 Kilogramm der schwerste im Test ist. Am Gerät gibt es eine dreistufige Powercontrol, also einen Stärkeregler für den Druck des Wassers, das aus der Düse spritzt. So können mit der sanften Düse die Oberflächen von etwa Fahrrad, Zaun oder Auto schonend und der Oberfläche entsprechend behandelt werden. Der andere Aufsatz ist eine harte Düse, eine sogenannte Dreckfräse, die die tiefschwarzen Flecken auf der Test-Terrasse am besten beseitigt. Der Nilsfisk hat einen beständigen Wasserdruck, Düsenwechsel und Schlauchführung sind gut in der Handhabung. Nach getaner Arbeit lassen sich sämtliche Teile und Kabel am Gerät verstauen.

Kurzfazit: Der Hochdruckreiniger von Nilfisk liefert durch seine kraftvolle Reinigungsleistung, seine praxisgerechte Bedienung und die gute Ausstattung den besten Gesamteindruck. Dafür ist das Gerät mit circa 147 Euro allerdings auch das teuerste im Testvergleich.

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Nilfisk Hochdruckreiniger Core 140
490
169,99 €

Preis-Leistungssieger: Einhell Hochdruckreiniger TC-HP 130

Beim Hochdruckreiniger von Einhell* fällt uns auf Anhieb das angenehme Handling auf. Schläuche und Zubehör lassen sich über Steckkupplungen einfach verbinden. Es braucht nicht lange, bis das Gerät einsatzbereit ist. Unser Preis- Leistungssieger hat mit 130 bar Druck ordentlich Power und liefert ein umfangreiches Düsenpaket: Punkt- und Flachstrahldüse, beide variabel verstellbar, passen sich Flächen gut an. Die rotierende Dreckfräse putzt auch hartnäckige Flecken auf unserer Terrasse weg. Die Schaumdüse kann aus einem Sprühmittelbehälter Reinigungsmittel ziehen, das mit dem Wasser gemischt einen Schaumteppich erzeugt - den man danach mit einer normalen Düse abspült. Außerdem gibt es im Zubehör eine Bürste, die sich besonders gut für die Autowäsche eignet.

Einziger Kritikpunkt beim Einhell Hochdruckreiniger sind die Rollen am Gerät. Sie machen es zwar standfester, aber selbst normal große Menschen müssen sich bücken, um das Gerät hinter sich herziehen zu können - einen hohen Griff wie beim Testsieger von Nilfisk gibt es hier nicht. Für uns ist es im Test sogar leichter, den Einhell bei Bedarf einfach anzuheben.

Kurzfazit: In der Kompaktklasse ist der Hochdruckreiniger von Einhell wirklich ein kleines Kraftpaket mit einer tollen Leistung. Dafür circa 98 Euro zu zahlen, stellt für uns das beste Preis- Leistungsverhältnis dar.

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Einhell Hochdruckreiniger TC-HP 130
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106,09 €115,95 €

Makita HW 101 Hochdruckreiniger - solider kleiner Putzteufel

Ein praktisches Gerät für alle, die etwas Unkompliziertes für Terrasse, Gartenmöbel oder Fahrzeuge suchen: Der Hochdruckreiniger von Makita* hat mit 100 bar Druck und 360 Liter/Stunde Durchfluss nicht die Power für harte Einsätze auf großen und stark verwitterten Flächen. Aber: Auch dieses Gerät putzt grobe Flecken und Moos-Ablagerungen auf der Terrasse schnell weg. Bei hartnäckigem Dreck kommt der der Makita an seine Grenzen, die Reinigung wird im Test anstrengender. Trotz der eher einfachen Verarbeitung wirkt das Gerät mit seiner Pumpe sehr stabil - ein solider, kleiner Reiniger, der jedoch nur eine Düse zu bieten hat. Die lässt sich von Punktstrahl zu Sprühnebel stufenlos verstellen und auf die zu säubernde Oberfläche anpassen. Der Schlauch ist etwas starr und hat keine echte Aufhängung, dafür ist das Gerät mit einem Geräuschpegel von 76 dB das leiseste im Test.

Kurzfazit: Den Makita HW101 ist für uns ein guter Einsteiger-Hochdruckreiniger, der ausreichend kräftig ist für typische Aufgaben rund ums Haus. Beim Komfort und Zubehör hat er kleine Einschränkungen. Dafür ist es aber auch das günstigste Gerät im Vergleich mit circa 84 Euro.

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Makita HW 101 Hochdruckreiniger
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78,77 €

Bosch Home and Garden Hochdruckreiniger EasyAquatak 120 Premium Kit - handliches Multitalent

Der Hochdruckreiniger von Bosch* sieht fast aus wie ein Werkzeugkoffer - ein handliches und leichtes Modell, das sich gut rund ums Auto eignet. Das Gerät hat eine umfangreiche Bedienungsanleitung, die auch graphisch gut erklärt. Jede Menge Zubehör wird mitgeliefert: Besonders hervorzuheben ist hier ein Ansaug-Kit, der Wasser aus einer Regentonne ziehen kann, so dass kein Trinkwasser verwendet werden muss. Außerdem ist ein Flächenreiniger mit dabei, der sich für glatte Böden eignet - für poröse Böden jedoch weniger, für Wände gar nicht.

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'Putzig', der Reiniger von Bosch. Macht sich auch gut bei Gartenmöbeln. (Foto: RTL / ntv.de)

Die Pumpe im Innern ermöglich 120 bar Wasserdruck, und mit Punkt- und Kegelstrahl gehören die Düsen zum guten Standard. Starke Verschmutzungen auf der Test-Terrasse schafft er nicht restlos. Der Schlauch ist angenehm elastisch und kann am Gerät befestigt werden. Zwei Schwächen stellen wir fest: Das Zusammensetzen der Teile ist etwas kraftaufwändiger als bei den anderen Marken, und der Bosch ist im Vergleich am lautesten (80 dB). Ein Pluspunkt: Er lässt sich kompakt verstauen und platzsparend aufbewahren.

Kurzfazit: Der Bosch Home and Garden Hochdruckreiniger EasyAquatak 120 Premium Kit ist vielseitig verwendbar und eignet sich für leichte bis mittlere Arbeiten. Der Preis liegt mit circa 99 Euro im mittleren Bereich.

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Bosch EasyAquatak 120 Hochdruckreiniger
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99,99 €119,00 €

Kärcher K 2 Universal Edition Home - gut für Einsteiger

Der Kärcher K 2* ist ein Klassiker und strahlt beim Auspackengleich mit seiner gelben Farbe. Die Bedienungsanleitung ist dank der bildlichen Darstellung sehr klar, der Aufbau ist einfach und schnell erledigt. Der Hochdruckreiniger liegt gut in der Hand und ist angenehm zu tragen - mit nur 4,5 Kilogramm ist der Kärcher das leichteste Gerät im Test. Zum Zubehör gehören ein Flächenreiniger und eine Flasche Putzmittel: Dank des Ansaugmechanismus über einen speziellen Schlauch lässt sich das Gerät auch mit Reinigungsflüssigkeiten verwenden.

Doch wir stellen auch Mankos fest: Kärcher hat als einziger Hersteller im Vergleich eine Kunststoff-Pumpe verbaut. Die gilt zwar als robust und korrosionsfrei, ist aber weniger beständig als Pumpen aus Metall. Und: Der Hochdruckschlauch, durch den das Wasser mit 110 bar Druck gejagt wird, ist mit drei Metern am kürzesten im Testfeld. Außerdem fällt uns beim 'Kärchern' auf, dass das Gerät keine klassische Punktstrahldüse hat (gebündelter Wasserstrahl) sondern nur eine rotierende. Die säubert Flächen zwar schneller, erscheint uns aber weniger intensiv. Verkrusteter Dreck auf der Test-Terrasse lässt sich damit nicht komplett beseitigen. Mit einem fixen Punktstrahl arbeiten wir präziser und erzielen die etwas bessere Tiefenreinigung.

Kurzfazit: Der Kärcher K 2 Universal Edition Home ist ein stabiler Einsteiger-Reiniger mit ausreichender Leistung für überschaubare Aufgaben, aber kein Terrassen-Profi bei starken Verschmutzungen. Mit circa 96 Euro ist der Preis durchschnittlich.

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Kärcher Hochdruckreiniger K 2 Universal Edition Home
2006
95,99 €104,99 €

Testfazit der elektrischen Hochdruckreiniger

Mit dem Testsieg im ntv Produkt-Check glänzt der Nilfisk Hochdruckreiniger Core 140*, weil er etwas gründlicher säubert als die anderen Modelle und gleichzeitig am vielseitigsten ist. Als Preis- Leistungssieger geht der Einhell Hochdruckreiniger TC-HP 130* hervor, der gut und günstig den Dreck und Schmutz wegputzt. Außerdem fällt uns die Mobilität des Bosch Home and Garden Hochdruckreiniger EasyAquatak 120 Premium Kit*, positiv auf. All jenen, die noch keine Anschlüsse haben, empfehlen wir das Set mit Standardgröße für Geräte und Wasserschläuche von Gardena*.

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Elektrische Hochdruckreiniger - wichtig zu wissen

  1. Warum sind Hochdruckgeräte so effektiv? Sie funktionieren recht einfach: Wasser aus einem Hahn wird ins Gerät zur Pumpe geführt. Die macht aus dem normalen Leitungswasserdruck einen stark beschleunigten Wasserstrahl, der aus der Düse schießt. Dabei arbeitet der Hochdruckreiniger sehr effektiv durch die Kombination aus Druck in bar und

    beförderter Wassermenge in Liter/Stunde (l/h). Je höher der Druck, desto stärker der Wasserstrahl. 100–140 bar sind gut für leichte bis mittlere Reinigungen. Und je mehr Wasser dabei auf die Fläche trifft, umso gründlicher die Reinigung. Bei den fünf Geräten im Test sind es circa 350-400 Liter Durchfluss pro Stunde.

  2. Was bringt welche Düse? Experten der Stiftung Warentest sagen: Entscheidend für die Reinigungs­leistung ist das Zusammen­spiel der Hoch­druck­pumpe im Innern des Geräts mit der Düse am Ende der Lanze. Mit dem Anbringen der richtigen Düse legt man fest, wie präzise und intensiv das Wasser auf die jeweilige Fläche trifft. Flachstrahldüsen haben einen fächerförmigen Wasserstrahl für gleichmäßige Reinigungen und eignen sich für empfindlichere Oberflächen. Rotordüsen, auch Dreckfräsen genannt, erhöhen die Power mit kreisender Bewegung. Punktstrahldüsen haben einen harten Wasserstrahl mit maximalem Druck. Vorsicht, Oberflächen können leiden, wenn diese Düsenvariante falsch eingesetzt wird.

  3. Wie ist die Lautstärke? Wenn dem Hochdruckreiniger die Pumpe geht, macht sich das in der Lautstärke bemerkbar. Alle Geräte im Vergleich haben einen Schalldruckpegel zwischen 76 und 80 dB. Das entspricht einem lauten Staubsauger oder Föhn aus ein paar Metern Abstand. Bei längeren Einsätzen sollte ggf. ein Gehörschutz getragen werden. Wenn die Nachbarn lärmempfindlich sind, ist es sinnvoll, sie vor dem Einsatz informieren.

  4. Warum wasserfeste Kleidung tragen? Auch bei den Einsteiger-Modellen empfiehlt sich wasserfeste Kleidung, gerade an Mauern und in Ecken spritzt das Wasser ordentlich zurück. Man sollte ggf. eine Schutzbrille aufsetzen. Die Lanze mit dem Wasserstrahl bitte auf keinen Fall - auch nicht zum Spaß - auf sich selbst, Kinder oder Tiere richten.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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