Lange Klinge, saubere SchnittePaudin-Brotmesser im Test - mit wenig Kraft durch dicke Krusten

Eine krosse Kruste verlangt einem Brotmesser einiges ab. Wir zeigen, wie mühelos die Klinge des Paudin-Messers im ntv Produkt-Check durch Weizenmischbrot und festes Roggenbrot kommt und wie gut sich das Messer dabei führen lässt.
Außen kräftig gebacken, innen weich und luftig: Damit wir beim Brotschneiden kein Krümeldesaster oder eine zusammengequetschte Krume fabrizieren, müssen Klinge, Schliff und Gewicht gut zusammenspielen. Das Paudin-Brotmesser besitzt wie die meisten Brotmesser einen Wellenschliff. Dabei ist der untere Rand der Klinge wellenförmig geformt. So kann sich das Messer leichter durch eine feste Kruste sägen. Im Brotmesser-Vergleichstest von ntv Produkt-Check-Autorin Maren Mangold geht das Modell von Paudin als Testsieger hervor. Warum es besonders gut schneidet, zeigen wir in diesem Test.
Details im Überblick
Gesamtlänge: 38 Zentimeter
Klingenlänge: 26 Zentimeter
Klingenmaterial: rostfreier Edelstahl aus Carbonstahl
Gewicht: 210 Gramm
Herstellung: Made in China
Preis zum Testzeitpunkt: circa 30 Euro
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Paudin-Brotmesser im Test - das Fazit
| Vorteile | Nachteile |
| ✅ lange, stabile und breite Klinge | ❌ glatter Holzgriff bietet weniger Griffsicherheit als die Kunststoffgriffe im Vergleichstest |
| ✅ schneidet Weizenmischbrot ohne großen Kraftaufwand | ❌ großer Griff ohne ausgeprägte Fingerschutzmulden |
| ✅ bewältigt auch kräftiges Roggenbrot | ❌ längeres Schneiden fällt wegen des hohen Gewichts etwas ermüdend aus |
| ✅ gute Balance zwischen Griff und Klinge | ❌ nicht spülmaschinenfest |
| ✅ angenehmer Pakkaholzgriff | |
| ✅ kräftiges Eigengewicht unterstützt die Schneidbewegung |
Das Paudin-Brotmesser* kombiniert eine lange, kräftige Klinge mit einem hohen Eigengewicht. Dadurch arbeitet es sich im Einzeltest ohne Druck und Mühe durch verschiedene Brotsorten. Gleichzeitig zeigt sich, dass das Gewicht von 210 Gramm bei längerem Schneiden Hand und Arm stärker beansprucht.
So läuft der Paudin-Brotmesser-Test ab
Wir testen das Messer mit zwei unterschiedlichen Broten. In der Backstube des Kölner Bäckermeisters Alex Onasch ("Prôt von Alex") schneiden wir frisches Weizenmischbrot aus 70 Prozent Weizen und 30 Prozent Roggen. Das festere Roggenbrot mit kräftiger Kruste prüfen wir in der eigenen Küche.
Das Brot von Alex Onasch fermentiert vor dem Backen 48 Stunden. Dadurch entsteht ein intensiv schmeckender Laib mit einer robusten und unregelmäßigen Kruste, die das Brotmesser im Test zuverlässig durchtrennen muss.
Für die Bewertung des Paudin-Brotmessers berücksichtigen wir folgende Kriterien:
Funktion und Leistung: Wie hoch ist der Kraftaufwand beim Schneiden? Arbeitet sich die Klinge sauber durch Kruste und Krume?
Benutzerfreundlichkeit und Pflege: Wie liegt der Griff in der Hand? Wie rutschfest und ausbalanciert ist das Messer? Ermüdet die Hand bei längerem Schneiden? Wie lässt sich das Messer reinigen?
Pflege: Wie unkompliziert ist das Brotmesser zu reinigen, kann es in die Spülmaschine gegeben werden?
Preis: Wie hoch ist der Anschaffungspreis zum Testzeitpunkt?
Das Paudin-Brotmesser ist lang und scharf
Mit einer Klingenlänge von 26 Zentimetern besitzt das Paudin-Brotmesser* im Vergleichstest die längste Klinge. Sie ist breit, stabil und kräftig. Der wellenförmige Rand der Klinge ist eher flach ausgeprägt und hat breite Zähne.
Die Länge zahlt sich besonders bei großen Brotlaiben aus. Bäckermeister Alex Onasch erklärt, dass eine längere Klinge weniger Sägehübe benötigt. Statt das Messer mit Druck durch den Laib zu bewegen, soll der Wellenschliff die Arbeit durch eine gleichmäßige Sägebewegung übernehmen.
Das Paudin-Brotmesser schneidet das Weizenmischbrot problemlos. Sein Eigengewicht unterstützt die Bewegung, sodass sich die Klinge ohne Druck durch die Kruste und die weiche Krume arbeitet.
Ob das Messer scharf genug für kräftige Krusten ist, zeigt sich vor allem beim Test mit dem kompakten Roggenbrot. Hier greift die breite Zahnung die starke Roggenbrotkruste zuverlässig. Wir müssen das Messer nicht mit zusätzlichem Druck in den Laib pressen. Die stabile Klinge bleibt beim Sägen gut kontrollierbar und arbeitet sich durch die Krume. Das hohe Gewicht erweist sich dabei zunächst als Vorteil, weil es einen Teil der benötigten Kraft aufbringt.
Pakkaholzgriff sorgt für eine gute Balance
Der dunkle Pakkaholzgriff besitzt eine rot-schwarze Maserung. Ein Kropf aus Edelstahl, also das verdickte Verbindungsstück, sitzt zwischen Griff und Klinge. Auch das Griffende besteht aus Edelstahl. Diese Kombination bietet eine edle Optik und eine gute Balance zwischen Griff und Klinge.
Beim Schneiden fühlt sich die glatte Holzoberfläche angenehm an. Im direkten Vergleich bewirkt sie allerdings etwas weniger Griffsicherheit als die getesteten Kunststoffgriffe. Der Griff fällt zudem eher groß aus und besitzt keine ausgeprägten Fingerschutzmulden.
Zusammen mit dem Gewicht von 210 Gramm macht sich das bei längerem Schneiden bemerkbar. Während das hohe Eigengewicht den Kraftaufwand an der Brotkruste reduziert, empfinden wir mehrere Minuten langes Schneiden als etwas ermüdend.
Für welche Brotsorten eignet sich das Paudin-Brotmesser?
Besonders bei großen, kompakten Laiben spielt das Modell seine Vorteile aus: die Länge der Klinge, die stabile Bauweise und das hohe Eigengewicht.
Der Test belegt damit die Schneidleistung bei weicherem Mischbrot ebenso wie bei kräftigem Krustenbrot. Aussagen zu weiteren Lebensmitteln oder anderen Einsatzbereichen lassen sich aus dem vorliegenden Testverfahren nicht ableiten.
* Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
