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Baden-WürttembergUrteil nach Schüssen auf Kioskbesitzer in Mannheim erwartet

29.04.2026, 04:03 Uhr
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Ein Kioskbesitzer in Mannheim eröffnet seinen Kiosk und wird niedergeschossen. Der Täter flüchtet zunächst. Die Anklage geht von einer Auftragstat aus. Gibt es Verbindungen in die Türkei?

Mannheim (dpa/lsw) - Nach den Schüssen auf einen Kioskbetreiber in Mannheim will das zuständige Landgericht am Mittwoch ein Urteil verkünden. Ein 27-Jähriger soll laut Staatsanwaltschaft im Auftrag von unbekannten Personen im vergangenen Oktober versucht haben, den damals 39-Jährigen zu töten. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord.

Der Mann soll laut Gericht am Abend des 4. Oktober den an diesem Tag erst neu eröffneten Kiosk betreten und dann "vollkommen überraschend" auf den Betreiber geschossen haben. Dieser sei im Brustbereich getroffen worden und zusammengesackt. Der Angeklagte habe angenommen, seine Tat vollendet zu haben, und sei geflüchtet. Laut der Aussage des Opfers beim Prozessauftakt könnte hinter der Tat ein geschäftlicher Konkurrent aus der Türkei stehen.

Bei Verurteilung droht mehrjährige Haftstrafe

Mehr als eine Woche nach der Tat war der damals 26-Jährige festgenommen worden. Er sitzt laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

Dem Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung wegen versuchten Mordes grundsätzlich eine lebenslange Freiheitsstrafe, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der versuchte Mord könne allerdings milder bestraft werden als die vollendete Tat - der Strafrahmen liege dabei zwischen 3 und 15 Jahren. Die Plädoyers wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten.

Quelle: dpa

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