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Baden-WürttembergWarum 2026 für die IG Metall und die Mitglieder wichtig wird

28.01.2026, 10:02 Uhr
IG-Metall-Betriebsratswahlen-und-Tarifrunde-2026

Nach einem schwierigen Jahr richtet die IG Metall den Blick nach vorn. 2026 stehen Betriebsratswahlen und die Tarifrunde an. Was heißt das für die Beschäftigten?

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württembergs Industrie und deren Beschäftigte stehen nach Einschätzung der IG Metall vor einem entscheidenden Jahr. "2026 wird ein Jahr, das darüber entscheidet, ob Baden-Württemberg Industrieland bleibt oder ob wir ins Hintertreffen geraten", sagte Bezirksleiterin Barbara Resch in Stuttgart laut Mitteilung.

Die industrielle Basis sei stark, aber sie stehe unter enormem Druck. In der Auto- und Zuliefererindustrie sorgten Sparprogramme, Stellenabbau und Verlagerungspläne in vielen Betrieben für eine spürbar angespannte Lage. "Wir brauchen mehr politischen Mut und Unternehmen, die mehr als bisher Verantwortung für ihre Standorte in Deutschland übernehmen", sagte Resch.

Betriebsratswahlen und Tarifrunde

Spannend wird es für die IG Metall bereits im Frühjahr. Ab Anfang März finden in Tausenden Betrieben des Landes Betriebsratswahlen statt, wie die Gewerkschaft mitteilte. Traditionell ist der Einfluss der Gewerkschaft in den Betriebsräten von Industrieunternehmen wie Mercedes-Benz, Daimler Truck, Bosch oder Porsche groß - dort stellt die IG Metall auch die Vorsitzenden.

Im Herbst wird es dann besonders für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Land spannend, denn dann steht die Tarifrunde an und damit auch Verhandlungen mit den Arbeitgebern darüber, ob und wie viel Geld es mehr gibt. Forderungen stellt Resch erst einmal nicht auf. "Wir gehen selbstbewusst in diese Tarifrunde, aber auch mit dem Anspruch, Lösungen zu finden, die Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen stärken", sagte Resch laut Mitteilung.

Quelle: dpa

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