BayernBei Starkwindwarnung: Segler stürzt in Chiemsee

Trotz deutlicher Warnung wagt ein Segler die Ausfahrt auf den Chiemsee – mit gefährlichen Folgen. Was den Mann schließlich rettet.
Chieming (dpa/lby) - Trotz Starkwindwarnung ist ein Segler auf dem Chiemsee bei Chieming (Landkreis Traunstein) unterwegs gewesen und ins Wasser gestürzt. Rettungskräfte der Wasserwacht, der DLRG und der Wasserschutzpolizei hätten den 68 Jahre alten Mann stark unterkühlt gerettet, teilte die Polizei mit. Der Mann sei am Sonntag in ein Krankenhaus gebracht worden.
Der gekenterte Katamaran sei am frühen Sonntagnachmittag auf dem östlichen Teil des Chiemsees entdeckt worden. Von der Besatzung habe jedoch jede Spur gefehlt, so die Polizei. Bei der Suche sei auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz gekommen. Die Rettungskräfte fanden den Bootsführer schließlich mitten im See treibend. Seine Schwimmweste rettete ihm den Angaben zufolge das Leben.
Bereits am Sonntagvormittag hatten Warnlampen am Chiemsee eine Starkwindwarnung signalisiert. Die Warnstufe soll Wassersportler animieren, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und sich auf die entsprechenden Windverhältnisse einzustellen. Darüber hinausgehend gibt es noch die Sturmwarnung, erst damit sind Wassersportler explizit aufgerufen, "das Ufer oder windgeschützte Stellen aufzusuchen".
Die Wasserschutzpolizei bittet Wassersportler, achtsam mit den noch niedrigen Wassertemperaturen von aktuell etwa 10 Grad umzugehen und die aktuellen Gefahren- und Warnmeldungen zu beachten.