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BayernCaritas warnt vor Pflegekollaps und Armut: Viele Obdachlose

11.07.2023, 17:15 Uhr
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(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil)

München (dpa/lby) - Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising und der Katholische Männerfürsorgeverein München (kmfv) warnen vor einer wachsenden sozialen Schieflage und zunehmender Armut. "Aktuell sind in Bayern mehr als 20.000 Menschen akut wohnungslos", berichtete kmfv-Vorstand Ludwig Mittermeier am Dienstag. Darunter befänden sich allein in Niederbayern, Oberbayern und Schwaben mehr als 3500 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Der Verein, der sich um wohnungs- und obdachlose Menschen kümmert, warnt vor weiter steigenden Zahlen in München und Oberbayern. Inzwischen seien auch Menschen in Arbeit, Rentnerinnen und Rentner, Familien und Kinder von Wohnungslosigkeit betroffen, sagte Mittermeier. Viele stünden an der Schwelle, wohnungslos zu werden, da sie trotz Vollbeschäftigung keinen Wohnraum mehr fänden.

Der Caritasverband rief die Politik ach zur Offensive gegen den Personalmangel in Kitas und Pflege auf. "Die Lage ist ernst", sagte der Vorstandsvorsitzende Hermann Sollfrank. "Die Soziale Arbeit, der Gesundheits- und Pflegesektor und der Erziehungs- und Bildungsbereich bewegen sich auf eine Dauerkrise zu."

Das könne den sozialen Frieden gefährden - "und damit auch unsere politische und wirtschaftliche Stabilität", warnte Sollfrank. "Müssen Kitas und Seniorenheime wegen Personalmangels schließen, werden Beschäftigte in allen Wirtschaftsbereichen kürzertreten, weil sie sich dann um ihre Kinder und Eltern kümmern müssen."

Handlungsbedarf sehen die Sozialverbände mit Blick auf die Landtagswahl vor allem im Kampf gegen den Personalnotstand, einen Sparkurs im sozialen Sektor und die Wohnungsnot in München.

Quelle: dpa

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