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HessenWetterdienst: Hitzerekord für Hessen mit 40,3 Grad

26.06.2026, 20:42 Uhr
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(Foto: Hannes P. Albert/dpa)

In Hessen wird ein neuer Höchstwert gemessen. Die Temperaturen steigen weiter – mit Folgen für die Gesundheit. Was erwartet der Deutsche Wetterdienst für die nächsten Tage?

Offenbach/Main (dpa/lhe) - Nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind am Freitag in Frankfurt 40,3 Grad Celsius gemessen worden. Damit wurde die bisherige Rekordtemperatur an einer DWD-Wetterstation in Hessen von 40,2 Grad Celsius, gemessen am 25. Juli 2019 im Frankfurter Westend, übertroffen. Der bisherige Juni-Rekord lag bei 39,3 Grad - ebenfalls in Frankfurt, gemessen 2019.

In Deutschland werden seit 1881 systematisch Wetterdaten aufgezeichnet. Das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes umfasst rund 2.000 Stationen. Für Samstag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit Temperaturen bis zu 41 Grad.

Tropische Nächte sorgen für anhaltende Belastung

Seit Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für hohe Temperaturen und lässt auch die Menschen in Hessen kräftig schwitzen – und das rund um die Uhr. Die Belastung ist nämlich auch deshalb so groß, weil die Temperaturen aktuell nachts keine wirkliche Abkühlung bringen.

In sogenannten tropischen Nächten sinken die Werte nicht unter 20 Grad Celsius, was den Schlaf und die nächtliche Erholung beeinträchtigt. Städte heizen sich tendenziell noch mehr auf, weil sie mehr versiegelte Flächen als Orte im ländlichen Raum haben. Solche Nächte wird es mancherorts in Hessen auch auf Samstag und Sonntag geben. Im Rhein-Main-Gebiet wird es dann nicht kühler als 25 Grad.

Extreme Wetterlagen wie diese sind wegen der Klimakrise hierzulande häufiger geworden - und dürften noch weiter zunehmen. Zahlen des DWD belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen hat.

Waldbrandgefahr steigt in den kommenden Tagen

Hinzu kommt wegen anhaltender Trockenheit eine erhöhte Waldbrandgefahr. In Zeiten von Trockenheit kann eine Hitzewelle etwa mit heißen und trockenen Winden dazu beitragen, dass Brände innerhalb kürzester Zeit intensiver und größer werden und die Bekämpfung schwieriger wird. Bei Hitze trocknet die Vegetation schneller aus, und Bodenfeuchte geht schneller verloren. Trockenheit ist dabei immer die Voraussetzung für die Waldbrandgefahr.

"Regionale Niederschläge am Wochenende haben zu keiner anhaltenden Entspannung der Waldbrandgefahr geführt", schrieb das hessische Umweltministerium am Donnerstag. "Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes besteht in Hessen verbreitet mittlere bis hohe Waldbrandgefahr. In Südhessen ist in den kommenden Tagen lokal und vorübergehend auch sehr hohe Waldbrandgefahr möglich."

Das Forstministerium warnte daher vor einer erhöhten Brandgefahr in den hessischen Wäldern. Seit Jahresbeginn habe es in Hessen bereits etwa 40 Waldbrände mit einer Schadfläche von etwa 40.000 Quadratmetern gegeben – "das entspricht der Größe von rund sechs Fußballfeldern".

Wann wird es kühler?

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) rät auf der Homepage: "Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen sind bei großer Hitze gefährdet. Es ist wichtig, das eigene Verhalten der Temperatur anzupassen, so gut es geht."

Am Sonntag können zu der Hitze dann schwere Gewitter, Starkregen, Sturmböen und Hagel hinzukommen. Auch dann werden noch Temperaturen zwischen 35 und 38 in Hessen erwartet. In der Nacht zum Montag soll es dann aber auf 21 bis 17 Grad abkühlen – Zeit, zum Durchlüften.

Quelle: dpa

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