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Bayern Holetschek kritisiert widersprüchliche Corona-Politik

Klaus Holetschek (CSU), Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege, spricht im Bundestag.

(Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild)

München (dpa/lby) - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wirft der Bundesregierung Widersprüchlichkeit im Umgang mit Corona vor. "Die Berliner Ampel flimmert in der Corona-Politik so sprunghaft wie eine Lichtorgel bei einer Mischung aus Blasmusik und Heavy Metal. Das verunsichert die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb muss der Kanzler das verwirrende Treiben seiner beiden Minister endlich stoppen!", sagte Holetschek am Sonntag in München.

Der CSU-Politiker bezog sich auf Äußerungen von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): "Es ist für sich schon erstaunlich, dass der Bundesjustizminister den Ländern empfiehlt, sich bei Lockerungsplänen gegebenenfalls über die Isolationsempfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hinwegzusetzen. Wenn aber am gleichen Wochenende der Bundesgesundheitsminister zu einem schärferen Kurs auffordert und die Länder ermahnt, mit dem Erlass einer Maskenpflicht für Innenräume nicht zu lange zu warten, ist das Chaos perfekt".

Holetschek warf dem Bund vor, wichtige Vorschläge von Bundesländern wie Bayern über Monate ignoriert zu haben, etwa die Forderung nach klaren Leitplanken für die Länder für mögliche neue Schutzmaßnahmen. Auch bei anderen wichtigen Fragen habe der kleine Koalitionspartner "die Hosen an". Die Gesundheitspolitik werde inzwischen von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) gemacht und nicht vom zuständigen Ressortminister.

Quelle: dpa

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