Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg27-Jähriger durch Schüsse auf Sonnenallee getötet

07.09.2026, 11:27 Uhr
image
(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Mehrere Zeugen hören Schüsse, die Polizei findet einen Schwerverletzten auf der Sonnenallee, der noch vor Ort stirbt. Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Berlin (dpa/bb) - Bei erneuten Schüssen in Berlin-Neukölln ist in der Nacht ein 27 Jahre alter Mann getötet worden. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er noch vor Ort auf dem Gehweg, wie Polizeipressesprecher Florian Nath der dpa sagte. Die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat demnach gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt übernommen.

Die Polizei sei gegen 2.30 Uhr alarmiert worden, Anwohner und weitere Zeugen hätten Schüsse gehört, sagte Nath weiter. Die ersten eintreffenden Kräfte hätten einen angeschossenen, sehr schwer verletzten Mann auf dem Gehweg gefunden und noch versucht, diesen zu reanimieren. Auch ein Notarzt habe Reanimationsmaßnahmen durchgeführt. Doch der 27-Jährige sei gestorben.

Vieles zu Hintergründen ist unklar

Zu den Hintergründen der Tat ist vieles noch unklar. Es sei Gegenstand der Ermittlungen, ob einer oder mehrere Verdächtige hinter den Schüssen steckten, sagte Nath. Auch sei nicht klar, ob die Schüsse nur dem getöteten Mann oder womöglich weiteren Menschen gegolten hätten. Der oder die noch unbekannten Verdächtigen befinden sich laut Polizei auf der Flucht.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigte sich auf der Plattform X wenig überrascht von dem weiteren Todesopfer: Es könne nicht verwundern, dass die aktuelle Welle an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Schusswaffen Todesopfer bringe, teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit. "Berlin ist die Hauptstadt der Waffengewalt. Machtverhältnisse in der OK werden stetig neu ausgelotet", sagte Jendro mit Blick auf die Organisierte Kriminalität (OK). Selbst bei persönlichen Fehden würden "statt Argumenten eher Kugeln ausgetauscht", so Jendro weiter.

Viele Fälle von Schusswaffenkriminalität

Erst Anfang August war ein Mann am Bahnhof Zoo erschossen worden, nachdem mehrere Menschen in Streit geraten waren. Anfang September wurde auf einen Mann in Schöneberg geschossen, er wurde schwer verletzt. Erst vor zwei Tagen wurde in Niederschönhausen mit einer Schreckschusswaffe auf einen Mann geschossen.

Quelle: dpa

Regionales