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Berlin & BrandenburgAußergewöhnlicher Streusalzverbrauch im abgelaufenen Winter

15.04.2026, 08:54 Uhr
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Der Winter in Brandenburg war deutlich härter als in den Vorjahren. Das macht sich auch in der Bilanz des Landesbetriebs Straßenwesen bemerkbar - und das nicht nur beim Salzverbrauch.

Hoppegarten (dpa/bb) - Im abgelaufenen, lange Zeit eisigen Winter sind in Brandenburg mehr als 50.000 Tonnen Salz gestreut worden. "Verglichen mit dem durchschnittlichen Verbrauch der vergangenen vier Winter von rund 25.000 Tonnen pro Jahr war der Salzverbrauch in der Saison 2025/2026 mehr als doppelt so hoch", teilte der Landesbetrieb Straßenwesen mit. Zwischenzeitlich musste demnach Salz nachbestellt und teilweise nach Bedarf priorisiert werden.

Im Winter 2024/2025 reichten dem Landesbetrieb zufolge knapp 20.000 Tonnen Streusalz. "Trotz des Winterwetters zu Beginn 2026 konnten die Anforderungen an den Winterdienst erfüllt und die Verkehrssicherheit weitestgehend gewährleistet werden", hieß es.

Frost sorgte vermehrt für Straßenschäden und Schlaglöcher

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg ist für den Winterdienst auf Bundes- und Landstraßen sowie auf Radwegen zuständig. Fürs Streuen wird pro Quadratmeter ungefähr so viel Salz verwendet wie üblicherweise für ein gekochtes Ei. Salz gilt als besonders effektives Streumittel. Umweltschützer warnen allerdings vor der Verwendung. Nach Ansicht der Umweltorganisation BUND schadet Salz den Böden, Pflanzen, Tieren und Gewässern.

Die häufigen Frost-Tau-Wechsel führten dem Landesbetrieb zufolge "vermehrt zur Bildung von Straßenschäden und Schlaglöchern". Die Schäden werden demnach wöchentlich durch die Straßenmeistereien des Landesbetriebes erfasst und dokumentiert. In betroffenen Streckenabschnitten könne es unter anderem zu Geschwindigkeitsbegrenzungen kommen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, teilte der Landesbetrieb mit.

Quelle: dpa

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