Berlin & BrandenburgScheidender Minister für Bahnsanierung bei rollendem Verkehr

Die Bahn saniert die vielbefahrene Strecke Berlin-Hamburg. Die Sperrung dauert wegen des Winters länger. Detlef Tabbert macht einen Vorschlag.
Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs scheidender Verkehrsminister Detlef Tabbert schlägt Konsequenzen aus der Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg vor. "Langfristig sollte die Bahn prüfen, ob Generalsanierungen auch unter rollendem Rad möglich sind", sagte der parteilose Politiker dem "Nordkurier". "Denn ganze Regionen so lange vom Verkehr abzuschneiden, ist keine Option."
Die Deutsche Bahn hatte die für Ende April geplante Fertigstellung der Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin wegen der Winterwitterung verschoben. Nun soll die Strecke am 14. Juni wieder vollständig in Betrieb gehen - und Bahn-Pendler müssen länger Ersatzbusse nutzen. Tabbert hatte die Verzögerung mehrfach kritisiert. Von Hamburg bis Hagenow Land in Mecklenburg-Vorpommern sollen bereits am 15. Mai wieder Züge fahren.
Der Verkehrsminister scheidet aus dem Amt aus, wenn sein designierter Nachfolger Robert Crumbach (SPD) am Mittwoch vereidigt wird. Tabbert will sich künftig in der Berliner Stadtmission ehrenamtlich engagieren, kündigte er der Zeitung an. "Ich will etwas für Menschen tun, die tatsächlich am unteren Ende der sozialen Einkommensskala sind, die in Not geraten sind."