Berlin & BrandenburgFeldlerchen bremsen Baupläne auf ehemaligem Flughafen Tegel

Für die Neubaupläne auf dem früheren Flughafen Tegel spielen Feldlerchen eine wichtige Rolle. Warum für ihren Schutz Millionen in Brandenburg investiert werden sollen.
Berlin (dpa/bb) - Bei der geplanten Teilbebauung des ehemaligen Flughafens Tegel sind die dort lebenden Feldlerchen zu berücksichtigen. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf dpa-Anfrage mit. Für 54 Feldlerchenreviere sind Kompensationsmaßnahmen in Brandenburg vorgesehen. Dazu zählt "die Anlage von Lerchenstreifen als Extensivgrünland innerhalb landwirtschaftlicher Flächen".
Nach den bisherigen Erfahrungen sind pro Feldlerchenrevier dafür über 25 Jahre Kosten von 130.000 Euro anzusetzen - zusammen also gut 7 Millionen Euro. Zuvor hatte der "Tagesspiegel"-Newsletter "Checkpoint" darüber berichtet.
Feldlerchen sollen nicht umziehen
Auf dem früheren Flughafengelände im Bezirk Reinickendorf soll der Forschungs- und Industriepark Urban Tech Republic entstehen. Auch ein neues Stadtquartier ist dort geplant.
Die Reviere der Feldlerche sind dabei im Weg. Umsiedeln lassen sich die Bodenbrüter nicht, wie die Senatsverwaltung mitteilte. Sie geht davon aus, dass die zusätzlichen Flächen aber positive Effekte haben: "Durch die Verbesserung der Habitatstrukturen für die Feldlerche in Brandenburg wird die regionale Gesamtpopulation Berlin/Brandenburg erhalten."