Berlin & BrandenburgFüchse starten in Champions League: "Mehr Außenseiter"

Die Füchse Berlin starten gegen Partizan Belgrad in ihre dritte Königsklassen-Saison hintereinander. Trotz zweimaliger Finalteilnahme sehen sich die Berliner nicht als Mitfavorit auf den Titel.
Berlin (dpa/bb) - Nachdem die Füchse Berlin in den letzten beiden Jahren jeweils das Finale der Champions League erreicht haben, sehen sich die Berliner Handballer in der neuen Saison noch nicht einml als erster Anwärter auf das Final Four. "Wir haben große Träume und würden natürlich gerne wieder ins Finale. Wir wissen aber auch, dass das sehr schwierig wird. Denn verglichen mit letzter Saison sind wir dieses Jahr mehr Außenseiter", sagte Spielmacher Tobias Gröndahl.
Neuer Modus in der Champions League
Für Geschäftsführer Bob Hanning sind Veszprém, Magdeburg und Barcelona die großen Topfavoriten. "Alles danach kommt untergeordnet und da gehören wir auch dazu. Aber das sind viele Mannschaften", sagte er.
Die Berliner starten am Donnerstag bei Neuling Partizan Belgrad (18.45 Uhr/Dyn) in die neue Königsklasse. "Das neue System macht es superwichtig, dass wir dort zwei Punkte holen. Das ist sofort ein Schlüsselspiel. Und das wird heiß", sagte Trainer Nicolej Krickau. Seit dieser Saison gibt es statt 16 nun 24 Teams und zwei Gruppenphasen. Weitere Gegner in Gruppe A sind Veszprém und Portugals Vizemeister FC Porto. Nur die ersten beiden Teams ziehen in die zweite Gruppenphase ein. Der Dritte und Vierte darf in den Playoffs der zweitklassigen European League weitermachen.
Füchse erwarten Hexenkessel in Belgrad
Auch, wenn auf dem Papier Veszprém als härtester Gegner erscheint, sehen die Füchse die Gruppe nicht als Selbstläufer. "Ich könnte mir leichtere Gruppen vorstellen, als diese", sagte Hanning. Umso wichtiger sei deshalb der Auftakt bei Partizan. "Dass man nicht gleich unter Druck gerät, jetzt alles gewinnen zu müssen", fuhr er fort. Das alte System der Champions League habe Fehler verziehen, das neue nicht mehr.
Mit dem neuen Modus ist jedes Spiel noch wichtiger. Vor allem der Auftakt in Belgrad. Denn der Respekt vor der Aufgabe ist groß. "Sie leben dort für den Handball. Einer der schwierigsten Auswärtsspiele überhaupt. Das wird dort richtig laut. Eine ganz neue Herausforderung für uns", warnte Gröndahl.