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Berlin & BrandenburgGewerkschaft: "Das ist ein schwieriges Schuljahr"

19.08.2026, 08:55 Uhr
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An Brandenburgs Schulen fehlen Lehrkräfte. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) will heute in Cottbus informieren, wie die Lage aussieht. Vorab schlägt die Gewerkschaft Alarm.

Potsdam (dpa/bb) - Der Lehrermangel stellt Brandenburgs Schulen nach Einschätzung einer Gewerkschaft vor große Herausforderungen. "Das ist ein schwieriges Schuljahr. Das nächste Schuljahr wird aber auch nicht besser", sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Brandenburg, Günther Fuchs, im rbb-Inforadio.

"Wenn ich mir die Stellen ganz genau anschaue, dann sind über 300 Stellen nicht besetzt", sagte Fuchs. Man dürfe nicht nur auf Ausschreibungen des Ministeriums schauen, wo zuletzt etwa 130 Stellen ausgeschrieben waren.

"Wir erleben zurzeit auch, dass Zusagen von Lehrkräften, in Brandenburg ihren Dienst aufzunehmen, nicht eingehalten werden", sagte Fuchs. "Wir haben eine deutlich höhere Ausfallquote von Lehrerinnen und Lehrern auf der einen Seite. Und in diesem Schuljahr haben wir mehr Schülerinnen und Schüler im System." Das heißt, es würden noch vollere Klassen werden.

Einer Blitzumfrage unter Personalräten zufolge seien etwa 300 bis 320 Stellen nicht besetzt, sagte Fuchs. Vor allen Dingen verschärfe sich die Situation in Regionen, wo schon in der Vergangenheit zu wenig Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden konnten, weil dort im Grunde keine Bewerbungen vorlägen.

Minister will heute übers Schuljahr informieren

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) will heute in Cottbus über das neue Schuljahr und die Absicherung der Unterrichtsversorgung informieren. Er hatte zuletzt schon gesagt, dass das nächste Schuljahr seiner Einschätzung nach das schwierigste in Brandenburg überhaupt werde.

Zuletzt war die Zahl der Lehrkräfte von der Vorgängerkoalition aus SPD und BSW im Haushalt 2025 um 345 Vollzeitstellen verringert worden. Die neue Koalition aus SPD und CDU stellte 250 neue Lehrerstellen dagegen - allerdings erst mit dem kommenden Haushalt. Lehrerinnen und Lehrer müssen außerdem eine Stunde pro Woche mehr unterrichten.

Quelle: dpa

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