Berlin & BrandenburgHakenkreuz-Tattoo: Therme will in Zukunft Anzeige erstatten

In einem Schwimmbad in der Uckermark zeigt ein Mann offen sein Hakenkreuz-Tattoo. Badegäste beschweren sich daraufhin. Was kam danach?
Templin (dpa/bb) - Nachdem in der Templiner Naturtherme ein Mann ein Hakenkreuz-Tattoo offen gezeigt hatte, beabsichtigt das Bad künftig bei ähnlichen Fällen härter durchzugreifen. "Zukünftig werden wir bei solchen Fällen auch Anzeige erstatten", sagte ein Mitarbeiter der Therme. "Die Rettungsschwimmer wurden nochmals sensibilisiert und die zukünftige Handhabung wurde denen erläutert."
Vor Tagen meldeten Besucher des Schwimmbades einen anderen Badegast, auf dessen Rücken unter anderem ein Hakenkreuz-Tattoo zu sehen war. Nach einem Gespräch mit den Rettungsschwimmern klebte der Mann das Tattoo ab.
Der Rettungsschwimmer "hatte nach dem ersten Hinweis den Mann im Bad gesucht, um sich vom Sachverhalt selbst ein Bild zu machen", hieß es von der Therme. Anschließend hat er, nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung den Mann aufgefordert, die Tattoos abzukleben. Zunächst hatte der "Nordkurier" berichtet.
Doch warum wurde nicht die Polizei gerufen? "Der Mann zeigte sich sehr kooperativ. Daher haben wir es nicht für erforderlich gehalten", hieß es seitens der Therme.