Nordrhein-WestfalenWetterdienst: NRW erlebt trockensten Juli seit 1881

Mit nur 18 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fiel in NRW im Juli noch weniger Regen als im bisherigen Rekordjahr 2018. Und auch bei der Zahl der Sonnenstunden gab es einen extremen Wert.
Essen (dpa/lnw) - Der Monat Juli war in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der trockenste seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1881. Demnach wurde der Tiefstwert von 26 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter aus dem Jahr 2018 mit nur 18 Litern nochmals deutlich unterboten.
Damit fiel nach Berechnungen des DWD nur 22 Prozent des klimatologischen Mittelwertes von 82 Litern Regen pro Quadratmeter. Mit Blick auf das gesamte Bundesland sei dabei aber ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle bei der Niederschlagsverteilung im noch laufenden Juli zu beobachten gewesen. Laut Mitteilung gab es am Niederrhein oft weniger als 10 Liter Regen, in Ostwestfalen lagen die Messdaten dagegen zwischen 25 und 40 Litern.
Auch ungewöhnlich hohe Temperaturen und die vielen Sonnenstunden trugen zur hohen Verdunstung und damit zur verschärften Trockenheit im Westen von Nordrhein-Westfalen bei. Im Juli lag die Temperatur im Mittel bei 19,6 Grad (klimatologischer Mittelwert 16,9) und es gab 262 Sonnenstunden. Das waren 75 Sonnenstunden mehr als üblich.