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Berlin & BrandenburgMonitor für Cottbuser Ausstellung zu NS-Unrecht beschädigt

04.08.2026, 13:41 Uhr
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Ein Bildschirm einer Ausstellung zur NS-Geschichte wird im Cottbuser Hauptbahnhof beschädigt. Die Polizei ermittelt gegen einen Verdächtigen - sein Alkoholwert war extrem hoch.

Cottbus (dpa/bb) - Ein Projekt zur Erinnerung an Opfer der NS-Zeit ist in Cottbus beschädigt worden. Ein Bildschirm am Hauptbahnhof, der Teil einer Ausstellung zur NS-Geschichte ist, sei zerstört worden und funktioniere nicht mehr, sagte heute die Geschäftsführerin des Menschenrechtszentrums Cottbus, Heide Schinowsky. Sie habe Anzeige erstattet.

Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, eine Streife habe einen stark betrunkenen Mann am Abend des 30. Juli aufgegriffen. Der Promillewert betrug laut Polizei 4,2. Es werde wegen Sachbeschädigung gegen den Mann ermittelt. Er soll mit der Faust gegen die digitale Anzeige geschlagen haben. Zum Motiv konnte die Bundespolizei bislang keine Angaben machen.

Das Menschenrechtszentrum ist ein Träger der im Juni eröffneten Ausstellung "Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus". Sie thematisiert Deportationen jüdischer Menschen in Zügen vom Bahnhof Cottbus aus und will an ihre Schicksale erinnern.

"Ein solcher Angriff trifft deshalb weit mehr als ein technisches Gerät. (...)", sagte Schinowsky. Der Monitor ist im Bahnhofsgebäude neben der normalen Abfahrtstafel für Züge installiert. Das Menschenrechtszentrum will den zerstörten Bildschirm nun ersetzen.

Quelle: dpa

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