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ThüringenVerdacht auf Steuerhinterziehung - Durchsuchung im Eichsfeld

04.08.2026, 14:27 Uhr
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Steuerfahnder durchsuchen Räumlichkeiten einer Zeugin im Mühlhäuser Reichsbürger-Prozess. Die Frau wird verdächtigt, mehrere Hunderttausend Euro Steuern nicht gezahlt zu haben.

Leinefelde-Worbis (dpa/th) - Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung hat die Steuerfahndung mehrere Objekte im Eichsfeld durchsucht. Ermittelt werde gegen eine Unternehmerin aus Leinefelde-Worbis in zwölf Fällen, teilte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen mit. Die Frau aus Leinefelde-Worbis wird verdächtigt, mehrere Hunderttausend Euro Steuern unterschlagen zu haben. Durchsucht wurden den Angaben zufolge mehrere Betriebs- und Privatobjekte. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Betriebsunterlagen und Speichermedien sichergestellt.

Laut der Staatsanwaltschaft soll die Frau unter anderem private Aufwendungen bewusst als Betriebsausgaben eines von ihr geführten Unternehmens verbucht haben. Zudem soll die Frau in einer Zeugenaussage im Reichsbürger-Prozess vor dem Landgericht Mühlhausen angegeben haben, als Geschäftsführerin Edelmetalle im Wert von rund zwei Millionen Euro von einem der Angeklagten erworben zu haben. Diese seien jedoch nur teilweise bei dem Unternehmen angekommen, hieß es.

Im März waren in Mühlhausen zwei mutmaßliche Führungsfiguren einer "Reichsbürger"-Gruppe zu fünf Jahren und sieben Monaten beziehungsweise vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Laut der Richterin hatten die beiden Männer versucht, die verfassungsmäßige Ordnung in Deutschland zu untergraben, indem sie massenhaft Schreiben an Behörden schickten, mit dem Ziel, diese zu blockieren.

Quelle: dpa

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