Berlin & BrandenburgWann und wo die Mondfinsternis zu sehen ist

Nach der Sonnenfinsternis wartet bereits das nächste Himmelsschauspiel. Die partielle Mondfinsternis lässt sich auch in Berlin und Brandenburg beobachten - vorausgesetzt, das Wetter stimmt.
Berlin (dpa/bb) - Kurz nach der spektakulären Sonnenfinsternis vom 12. August können sich Astronomie-Begeisterte in Berlin und Brandenburg schon auf das nächste Himmelsereignis freuen: Am frühen Freitagmorgen kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. Wann und wo ist diese am besten zu sehen?
Sternenwarte in Berlin öffnet Terrasse
Um die Mondfinsternis genießen zu können, kommt es laut Monika Staesche aus dem Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin auf die drei Ks an: "Koffein, klares Wetter und eine gewisse kinetische Energie, damit man aus dem Bett kommt."
Die größte Herausforderung sind nach ihren Worten die Wolken. In Berlin und dem südlichen Brandenburg sehe es bislang nicht schlecht aus, dass der Mond zu sehen sein werde. Da der Erdbegleiter sehr tief stehen werde, benötige man auch einen freien Blick Richtung Südwesten und Westen.
Ab 3.22 Uhr beginnt das Ereignis, richtig gut zu sehen soll es in Berlin ab 4.33 Uhr sein, die maximale Verfinsterung ist von Berlin aus um 6.12 Uhr erreicht. Die Wilhelm-Foerster-Sternenwarte am Insulaner öffnet ab 4.30 Uhr ihre Terrasse.
Schönste Beobachtungszeit in Brandenburg ab 5.00 Uhr
Der Leiter des Urania-Planetariums in Potsdam, Simon Plate, empfiehlt, ab 5.00 bis 5.30 Uhr in Brandenburg in den Himmel zu schauen: "Dann ist der Himmel noch nicht so hell, und der teils verfinsterte Mond hebt sich besser vom Hintergrund ab." Beobachten könne man das Ereignis mit dem bloßen Auge, aber mit einem Fernglas oder einem kleinen Fernrohr lasse es sich noch detailreicher verfolgen.
Das passiert bei einer Mondfinsternis
Bei der partiellen Mondfinsternis schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. In diesem Fall tauchen 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein.