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Berlin & BrandenburgWo es die meisten Geburten, Sterbefälle und Hochzeiten gab

21.07.2026, 14:21 Uhr
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Geburten, Sterbefälle und das dazwischen – das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Zahlen für 2025 veröffentlicht. Die prägnantesten Entwicklungen im Überblick.

Cottbus/Berlin (dpa/bb) - Sinkende Geburtenraten, stabile oder steigende Sterbezahlen: Berlin und Brandenburg verzeichneten 2025 mehr Sterbefälle als Geburten. Teilweise wurden sogar Höchststände gebrochen, wie aus Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht. Ein Überblick über die deutlichsten Entwicklungen in Berlin und Brandenburg:

Brandenburg

  • Stärkster natürlicher Bevölkerungsrückgang: Brandenburg hat 2025 mit 21.248 den höchsten Sterbeüberschuss seit der Wiedervereinigung verzeichnet. 35.743 Menschen starben, während nur 14.495 Menschen geboren wurden, so wenig wie zuletzt Mitte der 1990er Jahre. Die Zahl der Sterbefälle ist die höchste im Beobachtungszeitraum 2011 bis 2025. 

  • Sinkende Geburtenziffer: Nach dem Höchststand 2016 ist die Geburtenrate in Brandenburg von 1,69 auf 1,30 gesunken. Das ist der niedrigste Wert im Vergleichszeitraum seit 2007. 

  • Gegentrend: Ausländische Frauen in Brandenburg haben entgegen dem Trend 2025 etwas mehr Kinder bekommen. Die Geburtenrate stieg auf 1,82. 

  • Höchste Sterberate innerhalb des Landes: Alle kreisfreien Städte und Landkreise verzeichnen einen Sterbeüberschuss, im Landkreis Elbe-Elster sind es mit 17,8 aber fast doppelt so viele Sterbefälle pro 1.000 Einwohner wie in Potsdam (9,7). 

  • Geburtenrate-Spitzenreiter: Potsdam hat mit 7,3 Geburten je 1.000 Einwohner den höchsten Wert landesweit und gleichzeitig den niedrigsten Sterbeüberschuss. 

  • Problem der Peripherie: Die Landkreise mit dem höchsten Sterbeüberschuss (Elbe-Elster, Prignitz, Uckermark, Spree-Neiße) liegen alle am Rand Brandenburgs.

  • Heiratsalter: Das Alter, in dem Männer und Frauen in Brandenburg heiraten, ist seit 2011 kontinuierlich gestiegen. Im Schnitt waren Brandenburgerinnen zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit 40,4 Jahre alt, und Brandenburger 43,3. 1991 lagen die Zahlen noch bei 29,5 beziehungsweise 32,3 Jahren. 

Berlin

  • Niedrige Geburtenziffer: Berlinerinnen haben statistisch betrachtet 2025 nur 1,18 Kinder bekommen, deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt von 1,31. Besonders niedrig war die Geburtenziffer deutscher Frauen mit 1,01. 

  • Sinkende Geburtenzahlen: Der Höchststand der Geburten im Zeitraum 2011 bis 2025 wurde 2016 erreicht – 41.087 Geburten. Seitdem sinken die Zahlen jedes Jahr. 2025 wurden 33.230 Kinder in Berlin geboren. 

  • Sterbefälle stagnieren: Die Sterbefälle in Berlin stagnieren. Nach einem Corona-Hoch 2022 von 39.572 sanken sie leicht, bleiben aber über der Zahl der Geburten. 

  • Die meisten Hochzeiten: August und September waren 2025 am beliebtesten für Hochzeiten, auch im Mai wird weiterhin gerne geheiratet. Insgesamt heirateten 11.235 Paare, die meisten in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf (1.766) und Tempelhof-Schöneberg (1.593). 

  • Wenige Geburten, noch weniger Sterbefälle: Der Bezirk Mitte verzeichnet eine Geburtenziffer von 1,0 und hat trotzdem den zweitgrößten Geburtenüberschuss, da die Sterberate in Mitte sehr niedrig ist. 

  • Höchste Geburtenziffer: Die höchste Geburtenziffer verzeichnet Marzahn-Hellersdorf mit 1,67 Geburten pro Frau. Im Vergleich zu 2024 (1,58) wird hier sogar ein Anstieg verzeichnet. 

  • Höchster Anteil unehelicher Geburten: In Friedrichshain-Kreuzberg wurde 2025 knapp die Hälfte (47,6 Prozent) der Kinder von unverheirateten Müttern geboren. 

  • Demografisches Sorgenkind: Steglitz-Zehlendorf hat nicht nur die niedrigste Geburtenzahl (1.993), sondern auch die niedrigste Geburtenrate (6,7 je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner) und die höchste Sterberate der Stadt (13,1 Sterbefälle je 1.000 Einwohner). 

  • Höchster Anteil internationaler Ehen: In Neukölln wurden 2025 447 Ehen mit mindestens einem ausländischen Ehegatten geschlossen, das waren 33,5 Prozent aller Ehen. Den höchsten Anteil deutsch-deutscher Ehen gab es in Treptow-Köpenick mit einem Anteil von 83,7 Prozent. 

Quelle: dpa

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