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Hamburg & Schleswig-Holstein35 Millionen für Kita-Inklusion in Schleswig-Holstein

05.02.2026, 11:23 Uhr
Laut-Sozialministerin-Aminata-Toure-werden-Massnahmen-ergriffen-damit-alle-Kinder-die-gleichen-Chancen-auf-eine-gute-fruehkindliche-Bildung-haben

Mehr Chancen für Kinder, Entlastung für Erzieher: Das Land investiert Millionen in bessere Betreuung und Arbeitsbedingungen in Kitas. Zudem sollen auch weitere Krankheitstage finanziert werden.

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein plant, 35 Millionen Euro in die Verbesserung der Inklusion in Kitas zu stecken. Wie das Sozialministerium mitteilte, sei es das Ziel, die Betreuung und die Arbeitsbedingungen in den Kindergärten des Landes zu verbessern. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Familien sollen schneller Zugang zu Kitas bekommen.

Dafür will das Land die 144 Familienzentren stärken und 125 neue Perspektivkitas einrichten. Dort erhielten Kinder mit Förderbedarf gezielt frühkindliche Bildung. Außerdem kündigte das Ministerium an, mehr Personal für die Betreuung von Kindern mit Behinderung bereitzustellen, um die Inklusion weiter zu fördern.

"Mit unserem Programm "Kita für alle" fördern wir den Kita-Zugang, verbessern die Betreuung, geben den Eltern Sicherheit, stärken die Fachkräfte und entlasten die Kommunen", sagte Sozialministerin Aminata Touré. Es würden Maßnahmen ergriffen, damit alle Kinder die gleichen Chancen auf eine gute frühkindliche Bildung erhielten. "Und wir reagieren auf die leicht rückläufigen Kinderzahlen und nutzen die frei werdenden Mittel, um qualitative Verbesserungen für Kinder, Familien und Fachkräfte auf den Weg zu bringen."

Mehr Krankheitstage für das Personal

Im Mittelpunkt stehe zudem die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Personal in den Einrichtungen. Erhebungen zeigten, dass Krankentage und Arbeitsbelastung der Fachkräfte weiterhin hoch blieben, hieß es vom Ministerium. Künftig sollen vier zusätzliche Krankentage in die Finanzierung einfließen, indem mehr Personalstellen geschaffen werden.

Die höhere Landesfinanzierung für krankheitsbedingte Ausfalltage entlaste die Kommunen, erklärte CDU-Fraktionschef Tobias Koch. Die Aufstockung der Mittel schaffe mehr Klarheit und Verlässlichkeit in der Personalplanung und unterstütze zugleich Städte und Gemeinden.

Quelle: dpa

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