Hamburg & Schleswig-HolsteinAuseinandersetzung bei Iran-Demo in Hamburg

Bei einer Protestaktion in Hamburg kam es zu einer Auseinandersetzung. Acht Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Laut Polizei gab es keine Verletzten. Was steckt dahinter?
Hamburg (dpa/lno) - Bei einer Protestaktion gegen die Gewalt im Iran und die Situation in Syrien hat es in Hamburg eine Auseinandersetzung gegeben. Vier nicht an der Aktion teilnehmende Menschen seien Teilnehmende zunächst verbal angegangen, sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei am Abend. Daraus habe sich eine körperliche Auseinandersetzung entwickelt. Polizisten nahmen insgesamt acht Menschen in Gewahrsam.
Verletzte gab es bei dem Vorfall am Rathausmarkt nach Angaben des Lagezentrums nicht. Die Protestaktion war den Angaben zufolge von der Gruppe Justice for Kurds angemeldet worden. In der Spitze hatten daran rund 100 Menschen teilgenommen. Die Hintergründe müssten nun ermittelt werden, hieß es.
Am Wochenende hatten in Hamburg unter dem Motto "Nein zur Islamischen Republik Iran" Tausende Menschen gegen die Regierung in Teheran demonstriert. Die Polizei zählte rund 13.000 Teilnehmer. Am Rande der Demonstration am Samstagnachmittag durch die Innenstadt wurden am Jungfernstieg zwei Männer durch Messerstiche verletzt. Die Polizei nahm drei Tatverdächtige fest. Ob ein Zusammenhang zwischen der Tat und der Demonstration besteht, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.