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Hamburg & Schleswig-HolsteinBisher gutes Brutjahr für Weißstörche in Schleswig-Holstein

22.06.2026, 05:32 Uhr
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(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Nach dem hervorragenden Storchenjahr 2025 zeichnet sich erneut ein gutes Brutjahr ab. Dies hat unter anderem einen Grund.

Bergenhusen (dpa/lno) - Für die Weißstörche in Schleswig-Holstein zeichnet sich ein gutes Jahr ab. Der bisherige Stand der Brut sei sehr gut, sagte der Storchenexperte vom Naturschutzbund Nabu Schleswig-Holstein, Jörg Heyna, der dpa. In Schleswig-Holstein gibt es demnach aktuell etwa 600 bis 610 Brutpaare mit mehr als 1.050 Jungstörchen. Die Nahrungsverfügbarkeit sei gut, unter anderem gebe es viele Mäuse.

Störche sind nach Angaben des Nabu Schleswig-Holstein sogenannte Nahrungsopportunisten. Sie können sich also von dem ernähren, was in reichlicher Zahl vorhanden und leicht zu bekommen ist. Zur Nahrung von Störchen zählen den Angaben zufolge Lurche, Fische, kleine Säuger wie Mäuse und Maulwürfe und manchmal sogar kleine Vögel wie zum Beispiel Kiebitzküken.

Das nasskalte Wetter, das bis vor wenigen Tagen vorherrschte, hat den Jungstörchen demnach nur sehr geringfügig geschadet. Insbesondere jüngere Küken, die bereits geschwächt waren, werden die Bedingungen wahrscheinlich nicht überlebt haben, sagte Heyna.

2025 war ebenfalls sehr gutes Storchenjahr

Im vergangenen Jahr zählte die AG Storchenschutz im Nabu in ganz Schleswig-Holstein 583 Weißstorch-Horstpaare – so nennt man ein Team aus je einem männlichen und einem weiblichen Vogel, das länger als vier Wochen am Nest bleibt. 386 Paare nahmen erfolgreich die Bruttätigkeit auf. Die Bilanz: insgesamt 951 flügge Jungstörche - so viele wie seit 50 Jahren nicht. Die meisten der Jungstörche wurden von den Elterntieren in den Nestern im ganzen Land aufgezogen. 44 weitere Jungstörche wurden in der Storchenpflegestation in Erfde/Stapelholm (Kreis Schleswig-Flensburg) aufgezogen und erfolgreich ausgewildert.

Die meisten Störche in Schleswig-Holstein gibt es den Angaben zufolge in den Kreisen Segeberg, Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Schleswig-Flensburg.

Quelle: dpa

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