HessenInnenminister Poseck lobt Pilotprojekt mit Feuerwehrdrohne

Feuerwehrleute in Wiesbaden können bei einem Test Live-Bilder von Bränden noch vor Eintreffen am Unglücksort erhalten. Was sagt Hessens Innenminister zu dem landesweit neuen Projekt?
Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Innenminister wertet einen neuen Test mit einer bei Feuerwehralarm sogleich aufsteigenden Aufklärungsdrohne positiv. Roman Poseck (CDU) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: "Ich begrüße das Drohnenprojekt der Feuerwehr Wiesbaden. Vorauserkundungsdrohnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und Leistungsfähigkeit der Gefahrenabwehr."
Diese kleinen Fluggeräte mit Kameras und Sensoren verbessern laut dem Innenminister "die Lageerkundung, erhöhen die Eigensicherung der Einsatzkräfte und unterstützen schnelle, fundierte Führungsentscheidungen". Derartige kommunale Pilotvorhaben lieferten dem Land "wertvolle Erfahrungswerte für die Weiterentwicklung von Standards und Rahmenbedingungen", ergänzte Poseck.
Drohnenpilot steuert die Vorhut in der Luft
Weitere Pilotprojekte wie der neue Test in Wiesbaden seien dem Innenministerium in Hessen vorerst nicht bekannt. Generell verwenden Feuerwehren im Land aber schon länger Drohnen mit Kameras, die erst im Laufe von Einsätzen aufsteigen.
In Wiesbaden fliegt das Fluggerät hingegen sofort nach einem Alarm zum Einsatzort - gesteuert von einem Drohnenpiloten. Somit kann das rot-gelbe Flugobjekt dort früher als die Feuerwehrleute eintreffen. Das ermöglicht den Einsatzkräften einen rascheren strategischen Überblick etwa über Brände und Verkehrsunfälle.