Hamburg & Schleswig-HolsteinFinanzServiceAgentur vergibt 769 Millionen Euro Kredite

Finanzsenator Dressel sieht steigende Schulden als Folge nötiger Investitionen: "Die Zeiten von Rekordtilgungen sind bei der aktuellen Haushaltslage vorbei."
Hamburg (dpa/lno) - Die stadteigene FinanzServiceAgentur (FSA) hat in ihrem ersten Geschäftsjahr 769 Millionen Euro Kredite an öffentliche Unternehmen vergeben. "Die Stadt Hamburg und ihre rund 360 Beteiligungen leisten wesentliche Investitionsbeiträge zur Transformation in Bereichen wie Klimaschutz und Energiewende, Digitalisierung, Mobilität, Bildung und Kultur", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Die Zeiten von Rekordtilgungen seien bei der derzeit angespannten Haushaltslage und den gleichzeitig notwendigen Investitionsvolumina jedoch schlicht vorbei.
Insgesamt liege die Nettoneuverschuldung im Kernhaushalt 2025 bei fast zwei Milliarden Euro. "Der im Gegensatz zu früheren Jahren gestiegene Schuldenstand ist Ausdruck dieser investitionsgetriebenen Entwicklung und erfordert moderne, verlässliche und langfristig tragfähige Finanzierungsstrukturen", sagte Dressel. Mit der Gewährung von Krediten an Alleinbeteiligungen konnte eine Verbesserung des Zinsergebnisses der Stadt Hamburg in Höhe von mehr als 70 Millionen Euro (brutto) über die abgeschlossenen Kreditlaufzeiten erzielt werden.
Mit der FinanzServiceAgentur (FSA) werden seit dem Jahr 2025 Kompetenzen zu Finanzierungsthemen für die Stadt Hamburg gebündelt. Sie ist aus der Abteilung Vermögensmanagement der Finanzbehörde hervorgegangen und nimmt die dort bislang erfüllten Aufgaben wie die Kreditaufnahme für die Kernverwaltung, das Liquiditäts- und Schuldenmanagement sowie die Bereitstellung von Sicherheitsleistungen weiterhin wahr.