Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-HolsteinFrauenleiche im Schrank versteckt - Angeklagter sagt aus

26.02.2026, 11:33 Uhr
Fuer-die-Einlassung-des-Angeklagten-wurde-die-Oeffentlichkeit-ausgeschlossen
(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Aus einer Hamburger Wohnung dringt ein übler Geruch, Nachbarn rufen die Polizei. Die Beamten finden eine Frauenleiche in einem Schrank. Der Ex der 34-Jährigen ist angeklagt - und will aussagen.

Hamburg (dpa/lno) - Mehr als ein Jahr nach dem Fund einer Frauenleiche in einer Hamburger Wohnung hat am Landgericht ein Prozess gegen einen 37-Jährigen begonnen. Der Mann soll seine Ex-Partnerin mit einer Weinflasche erschlagen und ihre Leiche in einem Wandschrank versteckt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

Für die angekündigte Einlassung des Mannes wurde die Öffentlichkeit gleich nach der Verlesung der Anklage ausgeschlossen. Es könnten "höchstpersönliche Umstände" zur Sprache kommen, begründete die Vorsitzende Richterin die Entscheidung.

Opfer erlitt schwerste Kopfverletzungen

Den Angaben zufolge verübte der Deutsche die Tat am 14. November 2024 in der Wohnung der 34-Jährigen im Stadtteil Altona-Nord. Bei einem Streit habe er seiner früheren Lebensgefährtin so heftig die Flasche auf den Kopf geschlagen, dass sie zerbrach. Die Frau ging zu Boden, der Angeklagte soll ihr aber mindestens einen weiteren Schlag versetzt haben. Die 34-Jährige erlitt schwerste Kopfverletzungen, wurde bewusstlos und starb innerhalb kurzer Zeit.

Zwei Wochen später nahmen Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus einen üblen Geruch wahr und verständigten die Polizei. Die Beamten fanden die Leiche der Frau in der Erdgeschosswohnung. Knapp zehn Monate nach der Tat, am 10. September 2025, verhaftete die Polizei den ehemaligen Lebensgefährten der Frau.

Quelle: dpa

Regionales