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Hamburg & Schleswig-HolsteinGoldschmidt sieht Land bei Energiewende auf gutem Weg

03.02.2026, 11:15 Uhr
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Umweltminister Goldschmidt sieht Schleswig-Holstein beim Windenergie-Ausbau bundesweit auf einer Spitzenposition. Wie schnell neue Anlagen genehmigt werden, erklärt er auf einer Energiewendekonferenz.

Neumünster (dpa/lno) - Umweltminister Tobias Goldschmidt sieht Schleswig-Holstein bei der Energiewende auf gutem Weg. Im Norden seien mittlerweile 600 Kilowatt (kW) Leistung pro Quadratkilometer installiert, sagte der Grünen-Politiker zum Start der Energiewendekonferenz Powernet 2026. "Das ist einsame Spitze im Bundesvergleich." Beim Verhältnis der installierten Windenergieleistung zur Landesfläche folge als nächstes Bundesland Brandenburg mit gut 300 kW.

Die Genehmigungen neuer Windräder würden in Schleswig-Holstein mittlerweile deutlich schneller und im Schnitt bereits nach 15,6 Monaten erteilt, sagte Goldschmidt. Die Energiewende sei im Land ein Wirtschaftsfaktor. Auf Einladung der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein wurden zur Powernet nach Veranstalterangaben rund 600 Gäste erwartet aus Unternehmen, Politik, Forschung, Kommunen und öffentlichen Verwaltungen.

Nach einer Auswertung der Gewerbesteuerzahlungen aus der Stromproduktion durch die Unternehmensgruppe Arge Netz auf Grundlage von Daten der Industrie- und Handelskammer zu branchenbezogenen Gewerbeerträgen flossen 2024 allein aus dem Betrieb von Windrädern an Land und Solaranlagen 110 bis 120 Millionen Euro in die Gemeindehaushalte Schleswig-Holsteins. Damit erreicht das Aufkommen nahezu das Niveau des Ausnahme-Jahres 2022 (rund 140 Millionen Euro). 2023 gab es Einnahmen von rund 95 Millionen Euro.

Quelle: dpa

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