Hamburg & Schleswig-Holstein"Nicht clever": St. Paulis Blessin bereut Schiedsrichter-Wut

St. Paulis Trainer Alexander Blessin wütet nach dem 1:2 im Duell mit Freiburg gegen den Schiedsrichter. Später räumt er Fehler ein. Am Kern seiner Kritik ändert er aber nichts.
Hamburg (dpa/lno) - Auf Schiedsrichter Florian Badstübner war Alexander Blessin nicht gut zu sprechen. Nach dem 1:2 gegen den SC Freiburg und dem Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ließ der Trainer des FC St. Pauli seinen Ärger am Mikrofon des Streamingdienstes DAZN freien Lauf - um sich wenig später selbstkritisch zu geben.
"Die Aussage, die ich bei DAZN getätigt habe, ist auch nicht unbedingt so clever", sagte der 52-Jährige in der Pressekonferenz und bat um Verständnis. "Es ist aus der Emotion. Das muss man mir auch zugestehen. Es geht hier um echt viel."
Frust am DAZN-Mikrofon
Bei DAZN hatte Blessin noch geklagt: "Wir haben gegen zwölf Mann gespielt, und das war der Schiedsrichter", sagte er. "Wenn mir ein Schiedsrichter eine Gelbe Karte gibt und mich dabei wirklich höhnisch anlächelt, dann finde ich das einfach respektlos." Die Gelbe Karte habe er verdient, gestand er später ein.
Im Kern blieb er aber bei seiner Kritik am Referee. "Es ist schon frustrierend, wenn entscheidende Zweikämpfe gegen uns gewertet werden", sagte er. Und die Entscheidungen dann dazu führten, "dass wir so doofe Gegentore kriegen", sagte er. Blessin räumte auch ein: "Die Tore können wir besser verteidigen."
"Heute wäre mehr drin gewesen"
Die Niederlage würde wehtun, "weil ich glaube, dass heute mehr drin gewesen wäre", meinte er weiter. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer verdienten Führung durch Danel Sinani (24.) hatte seine Mannschaft nach der Pause den Freiburgern nur noch wenig entgegenzusetzen und musste die Gegentore durch Ex-Spieler Igor Matanovic (65./78.) hinnehmen. Durch das 1:2 blieben die Hamburger auf dem Abstiegsrelegationsplatz 16.