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Hamburg & Schleswig-HolsteinWildparkchef für Freilassung des Wolfes

01.04.2026, 01:31 Uhr
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Nach dem Vorfall in Altona plädiert der Geschäftsführer des Wildparks Schwarze Berge dafür, den eingefangenen Wolf freizulassen. Warum eine Integration in das Rudel im Park keine Option ist.

Rosengarten/Hamburg (dpa/lno) - Der nach dem Vorfall in Hamburg-Altona eingefangene Wolf sollte nach Ansicht des Geschäftsführers des Wildparks Schwarze Berge, Arne Vaubel, wieder freigelassen werden. Das Tier habe nicht mit Absicht angegriffen, sondern aus einer Panik heraus, sagte Vaubel der Deutschen Presse-Agentur.

Der Wolf war am Abend nach Angaben der Umweltbehörde in eine niedersächsische Wildtierauffangstation gebracht worden, nachdem er zuvor im Wildgehege Klövensteen untergebracht und tiermedizinisch versorgt worden war.

Wolf verletzte Frau

Nach dpa-Informationen war das Tier am Montag in der Großen Bergstraße in eine mit gläsernen Automatiktüren gesicherte Einkaufspassage geraten. Eine Frau habe daraufhin versucht, das Tier zu befreien - und sei dabei von dem Wolf verletzt worden. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sprach von einer Bissverletzung. Die Frau konnte demnach das Krankenhaus nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Vaubel geht davon aus, dass der Wolf die Frau nicht angreifen wollte. Das sei ein wilder Wolf, der nichts kenne - keine Stadt, keine Menschen. "Der Wolf war wahrscheinlich in Panik und wollte nur raus", sagte er.

Er gehe auch davon aus, dass das Tier schon zuvor in einem Ausnahmezustand gewesen sei. Schließlich sei das Tier seit dem Wochenende immer weiter in die Stadt vorgedrungen. Dabei habe er eigentlich genau das Gegenteil gewollt. Aber: "Der weiß ja nicht, wo die Stadt zu Ende ist."

Vaubel: Wolf kann nicht in Rudel im Park integriert werden

Eine Chance, den Wolf in das Rudel seines Wildparks zu integrieren, sieht Vaubel nicht. "Das ist eigentlich nicht möglich." Wenn, dann bräuchte das Tier ein eigenes Gehege und auch das sei schwierig. Schließlich handele es sich bei dem Wolf nach wie vor um ein wildes Tier.

Im Wildpark Schwarze Berge lebt seit Jahren ein Wolfsrudel mit vier Tieren in zwei Gehegen.

Quelle: dpa

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