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Hamburg & Schleswig-Holstein Herbstaufschwung auf Schleswig-Holsteins Arbeitsmarkt

Das Logo der Arbeitsagentur. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn/Symbolbild

(Foto: Peter Steffen/dpa-tmn/Symbolbild)

Deutlich weniger Menschen sind im August in Schleswig-Holstein arbeitslos gemeldet. Experten erkennen einen vorgezogenen Herbstaufschwung. Doch die Corona-Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen.

Kiel (dpa/lno) - Positive Signale auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein trotz Corona-Pandemie: Die Zahl der Arbeitslosen ist im August im Vergleich zum Juli um 4100 Personen oder 4,6 Prozent gesunken. Nach Angaben der Arbeitsagentur waren 85 200 Menschen ohne festen Job gemeldet, 12 400 oder 12,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Juli um 0,3 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Im August 2020 lag die Quote noch bei 6,2 Prozent.

"Wir können für Schleswig-Holstein einen vorgezogenen Herbstaufschwung melden, denn die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich im August ungemindert fort", sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann. Die Unternehmen stellten ein. "Speziell die Zahl der Arbeitslosen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich gesunken - um 6100 oder 16,3 Prozent."

Bei aller Freude über die aktuelle Entwicklung seien am Arbeitsmarkt aber noch immer Spuren der Corona-Pandemie sichtbar. "Das Vorkrisenniveau haben wir bisher noch nicht wieder erreicht", sagte Haupt-Koopmann. Die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen habe während der Pandemie deutlich zugenommen. Im August waren davon 4558 Menschen (15,3 Prozent) mehr betroffen als vor einem Jahr. "Doch auch sie profitieren von der Entwicklung", sagte Haupt-Koopmann. Ihre Zahl ging im August um 484 gegenüber Juli zurück. Im Februar war ihre Zahl noch um 10 000 Personen höher als ein Jahr zuvor.

Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im August 5300 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 1150 mehr als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn gingen 42 100 Stellen ein, ein Plus von 6900 Stellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Die Wirtschaft erholt sich, Beschäftigte kommen aus der Kurzarbeit zurück", sagte Haupt-Koopmann. Vor allem der Hotel- und Gaststättenbereich, aber weiterhin auch der Gesundheitssektor suchten Personal.

Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) äußerte sich erfreut über die aktuellen Zahlen. "Es ist wohltuend, zu sehen, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung nach dem Ende des Lockdowns auch Langzeit-Arbeitslosen wieder eine Perspektive am Arbeitsmarkt eröffnet", sagte er.

Unter den Kreisen hatte weiter Stormarn mit 3,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Steinburg wies im August mit 5,8 Prozent die höchste auf. Unter den kreisfreien Städten war sie in Lübeck mit 7,7 Prozent am niedrigsten, in Neumünster mit 8,5 Prozent am höchsten.

© dpa-infocom, dpa:210831-99-34102/3

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