Hamburg & Schleswig-HolsteinIMK-Vorsitzender Grote drückt bei Drohnenabwehr aufs Tempo

Nach dem Drohnen-Vorfall von Leipzig warnt Hamburgs Innensenator Andy Grote vor neuen hybriden Angriffen. Wie die Sicherheitsbehörden jetzt aufrüsten müssen und warum Tempo entscheidend ist.
Hamburg (dpa/lno) - Bei der Drohnenabwehr drängt der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Andy Grote, nach dem Vorfall von Leipzig aufs Tempo. "Der misslungene Sprengstoffanschlag auf den Flughafen Leipzig fügt sich ein in die aktuelle Entwicklung zunehmender hybrider Angriffe", sagte der SPD-Politiker nach einer Telefon-Sonderkonferenz mit seinen Ressortkollegen. Der Angriff stelle aber "eine wirklich neue qualitative Dimension dar".
Mit weiteren vergleichbaren Angriffen sei zu rechnen. Darauf müssten sich die Sicherheitsbehörden bestmöglich vorbereiten, sagte Grote. Zwar hätten Bund und Länder ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr bereits deutlich ausgebaut und würden weiter in erheblichem Umfang investieren.
"Wir brauchen aber mehr Geschwindigkeit, eine noch intensivere Zusammenarbeit und vor allem eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene Gesamtstrategie für die Drohnenabwehr in Deutschland", forderte er.