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Hamburg & Schleswig-HolsteinNach Steinwurf auf Polizei: 178 Personen haben DNA abgegeben

16.07.2026, 11:02 Uhr
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Ein Pflasterstein wird von einem Hochhaus geworfen und trifft ein Polizeiauto. Eine Beamtin wird dabei verletzt. Mit einem Massentest will die Polizei jetzt ermitteln, wer den Stein geworfen hat.

Kiel (dpa/lno) - Nach dem Pflastersteinwurf von einem Hochhaus in Kiel-Mettenhof auf einen Polizei-Streifenwagen haben 178 Personen freiwillig eine Speichelprobe abgegeben. Das teilte die Polizei Kiel mit. Insgesamt hatten die Beamten 189 Personen in dem Gebäude angetroffen. Mit dem DNA-Massentest soll ermittelt werden, wer den Pflasterstein geworfen hat. Am Stein waren DNA-Spuren entdeckt worden.

Aus einem oberen Stockwerk des 25-stöckigen Hochhauses, das in Kiel als "Weißer Riese" bekannt ist, war es in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni gegen 0:45 Uhr zu einem Pflastersteinwurf auf einen Streifenwagen gekommen. Der Stein durchschlug die Windschutzscheibe. Eine 25 Jahre alte Beamtin auf dem Beifahrersitz wurde an der Hand und am Sprunggelenk verletzt. Ein Gericht hatte daraufhin die Durchführung eines DNA-Massentests beschlossen.

Am Dienstagmorgen hatten Einsatzkräfte der Bezirkskriminalinspektion Kiel mit Unterstützung der Bereitschaftspolizeiabteilung aus Eutin den Beschluss umgesetzt. Betroffen vom DNA-Massentest waren alle Personen, die in dem Mehrfamilienhaus am Kurt-Schumacher-Platz 1 amtlich gemeldet oder tatsächlich wohnhaft sind und zum Tatzeitpunkt älter als 14 Jahre waren.

Die Abgabe der DNA sei freiwillig erfolgt, erklärt die Polizei. Der nächste Schritt sei die Aufbereitung und Analyse der Speichelproben und der anschließende Abgleich mit der tatrelevanten DNA am Stein.

Quelle: dpa

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