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Hamburg & Schleswig-Holstein SPD will Qualität der Ganztagsschule gesetzlich verankern

Martin Habersaat gestikuliert. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

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Kiel (dpa/lno) - Die SPD im Kieler Landtag will die Bildungsqualität an den Ganztagsschulen nach einem breiten gesellschaftlichen Dialog gesetzlich festschreiben. Dies müsse deutlich vor 2026 geschehen, forderte der Bildungspolitiker Martin Habersaat am Dienstag in Kiel. Hintergrund: Vom Schuljahr 2026/2027 an darf in Deutschland jedes Kind in den ersten vier Schuljahren einen Ganztagsplatz beanspruchen.

Zur Ausgestaltung dieses Anspruchs verlangte Habersaat einen echten und nicht nur formalen landesweiten Dialog mit allen relevanten Beteiligten. Dazu gehören aus seiner Sicht außer den kommunalen Spitzenverbänden und den zuständigen Ministerien auch Eltern, Träger der Jugendhilfe, Vereine und Verbände. Anschließend müsse nach Erarbeitung eines Konzeptes die Qualität der Ganztagsschule gesetzlich gesichert werden.

Ein Kernpunkt wird sein, welchen Raum die Bildung beim Ganztagsaufenthalt der Kinder an den Schulen einnehmen soll. In einer Landtagsdebatte im September hatten SPD und Grüne den Bildungsaspekt hervorgehoben, die CDU sprach eher von Ganztagsbetreuung.

"Ganztagsbetreuung wird die Lernchancen von Kindern eben nicht automatisch verbessern, das kann nur Ganztagsbildung leisten", sagte Habersaat am Dienstag. Die Vereinbarung mit dem Bund biete die Chance, die Bildung der Zukunft inhaltlich zu gestalten.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte in der Parlamentsdebatte einen offenen Dialogprozess mit allen relevanten Akteuren angekündigt. Es gehe um ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot.

© dpa-infocom, dpa:211019-99-654767/2

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