Hamburg & Schleswig-HolsteinSchlamm, Sand und Eisbombe - so geht tierischer Hitzeschutz

Zu viel Sonne und Wärme ist auch für Tiere nicht gut. Aber die Bewohner von Hagenbecks Tierpark wissen sich zu helfen. Die Tierpfleger helfen etwas nach.
Hamburg (dpa/lno) - Im Tierpark Hagenbeck haben die Bewohner ihre eigenen Rezepte gegen zu viel Sonne und Hitze. Eine frischgebackene Bentheimer Landschwein-Mutter habe mit ihrem Nachwuchs eine Lehmsuhle aufgesucht, teilte der Hamburger Tierpark mit.
Der Schlamm schütze vor Überhitzung und bewahre zugleich die Haut vor Sonne und Insekten. "Der Schlamm wirkt wie eine natürliche Klimaanlage", erklärte Reviertierpfleger Sebastian Behrens. Er lobte zugleich die Fürsorglichkeit der Schweinemutter: "Sie kümmert sich hervorragend um ihre zwölf Ferkel."
Sand für Elefanten
Auch die Asiatischen Elefanten nehmen Schlammbäder. Danach geht die Hautpflege aber noch weiter: Sie werfen gezielt Sand auf ihren Körper. "Dieses natürliche Verhalten schützt die Haut und sorgt gleichzeitig für eine angenehme Abkühlung", sagte Tierpfleger Christian Wenzel, der den Sand zuvor mit einem Wasserschlauch in eine große Matschpfütze verwandelt hatte.
Eisbomben zum Naschen
Die Eisbärin Victoria und die Walrosse können im Eismeer schwimmen. Damit ihnen dabei nicht langweilig wird, bereiteten die Tierpfleger ihnen mit Muscheln und Gemüse gefüllte Eisbomben zu. Victoria habe die Eisbombe mit großer Begeisterung erkundet und sich die gefrorenen Leckereien Stück für Stück erarbeitet. "Auch die Walrosse genießen solche Angebote sehr", berichtete Reviertierpflegerin Liane Klüber.
In dem weitläufigen Gehege in Hamburg-Stellingen leben nach Angaben des Tierparks mehr als 1.400 Tiere. Als seinen "coolen Höhepunkt" bezeichnet der Zoo das Eismeer. Dort begegnen sich auf rund 8.000 Quadratmetern Tiere des Nord- und des Südpols.