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Hamburg & Schleswig-HolsteinSturmtief: Keine Vorgaben zu Schulschließungen im Norden

05.07.2023, 10:15 Uhr
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(Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild)

Hamburg (dpa/lno) - Mit Blick auf mögliche Unwetter wird es in Schleswig-Holstein und Hamburg von Seiten des Bildungsministeriums und der Schulbehörde keine zentrale Vorgabe zu Schulschließungen geben. Schleswig-Holsteins Ministeriumssprecher David Ermes sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, "es gab seitens der zuständigen Stellen der Kreise und auch seitens der Schulaufsicht keine Veranlassung, heute landesweit die Schule ausfallen zu lassen". Es gebe bewährte Strukturen, um bei Extremwetterereignissen reagieren zu können.

"Die gesetzliche Schulpflicht verpflichtet uns ja auch dazu, Unterricht durchzuführen", sagte Ermes. Selbstverständlich gelte, dass Sicherheit vorgehe und die Schulen in Anbetracht der Situation vor Ort eigenverantwortlich handelten. "Es gilt darüber hinaus wie immer im Rahmen der Eigenverantwortung der Eltern oder der volljährigen Schülerinnen und Schüler, dass bei einer Gefährdung durch den Schulweg Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule kommen müssen oder auch früher nach Hause gehen können, wenn das Wetter beziehungsweise die konkrete Situation auf dem Schulweg dies erfordern."

Der Sprecher der Hamburger Schulbehörde, Peter Albrecht, sagte dpa, "die Schulleitungen können in Kenntnis ihrer Lage vor Ort und im Hinblick auf die Schulwege ihrer Kinder aber selbstständig entscheiden, den Unterricht gegebenenfalls früher zu beenden". Das Stadtgebiet werde laut aktueller Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterschiedlich betroffen sein.

"Der DWD prognostiziert aktuell Orkanböen für Teile des Stadtgebiets erst ab 14.00 Uhr, dann haben die meisten Grundschulen bereits ihren Unterrichtsbetrieb beendet", sagte Albrecht. Schülerinnen und Schüler könnten aber grundsätzlich nur nach Absprache mit den Sorgeberechtigten früher nach Hause geschickt werden, eine Notbetreuung in der Schule sei in jedem Fall sicherzustellen.

In Niedersachsen wurde in Delmenhorst und in Oldenburg wegen des erwarteten Sturms der Unterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen abgesagt. Mit stürmischem Wind und Orkanböen soll das Sturmtief "Poly" am Mittwoch über den Norden ziehen.

Quelle: dpa

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