Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-HolsteinÜber 5.000 Menschen von Bombenfund in Kiel betroffen

11.03.2026, 09:58 Uhr
Aufgrund-der-Entschaerfung-einer-Weltkriegsbombe-kommt-es-auch-zu-Strassensperrungen
(Foto: Frank Molter/dpa)

Wegen einer Fliegerbombe müssen am Sonntag im Kieler Stadtteil Suchsdorf und in Kronshagen mehr als 5.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Es wird ein Sperrradius von etwa 1.000 Metern eingerichtet.

Kiel (dpa/lno) - Bei Arbeiten eines zivilen Kampfmittelräumdienstes ist im Kieler Stadtteil Suchsdorf eine Fliegerbombe gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, soll die 250 Kilogramm schwere amerikanische Weltkriegsbombe am Sonntagvormittag entschärft werden. 4.745 Menschen aus 2.852 Haushalten in Kiel müssen dafür ihre Wohnungen und Häuser räumen. Im benachbarten Kronshagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) betrifft die Evakuierung 701 Menschen aus 187 Haushalten.

Bis Sonntag, 10.00 Uhr, sollen alle Anwohnerinnen und Anwohner im Gefahrenbereich ihre Wohnungen verlassen haben. Für jene, die während der Entschärfung keine andere Unterkunft finden, öffnet ab 9.00 Uhr das Ernst-Barlach-Gymnasium seine Türen. Gleichzeitig sperrt die Polizei die Straßen im Umkreis von etwa 1.000 Metern um den Fundort.

Mehrere Straßen gesperrt

Von der Sperrung betroffen ist der Polizei zufolge die Bundesstraße 76 Olof-Palme-Damm zwischen den Abfahrten Kiel Holsteinknoten und Steenbeker Weg. Der Steenbeker Weg bleibt zwischen der Abfahrt der Bundesstraße 76 und der Projensdorfer Straße unpassierbar, kann jedoch in Richtung Eckernförder Straße befahren werden.

Die Eckernförder Straße bleibt in beide Fahrtrichtungen befahrbar. Ebenso sei der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Kiel und Eckernförde nicht betroffen.

Anwohner sollten mit stundenlanger Entschärfung rechnen

Sobald niemand mehr im Sperrbereich ist, beginnt der Kampfmittelräumdienst am Sonntag mit der Bombenentschärfung. Wie lange das dauert, war laut Polizei unklar. Anwohner sollten sich auf mehrere Stunden Abwesenheit einstellen und an Verpflegung, Getränke sowie benötigte Medikamente denken.

Quelle: dpa

Regionales