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Hamburg & Schleswig-Holstein Verbraucherzentrale kritisiert Nicht-Rücknahme von Dosen

Getränkedosen, verpackt in einem Plastiksack. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Die Verbraucherzentrale Hamburg hat auf Probleme bei der Rückgabe von Einwegflaschen und -dosen hingewiesen. Offenbar weigerten sich immer mehr Händler, das Pfandgeld für nicht ganz einwandfreie Getränkeverpackungen auszuzahlen. In den vergangenen Wochen hätten sich viele Kunden aus ganz Deutschland beschwert. "Der Handel führt oft vorgeschobene Gründe an, um die Annahme von Einwegverpackungen zu verweigern", erklärte der Umweltberater bei der Verbraucherzentrale Hamburg, Tristan Jorde, am Mittwoch. "Mal sei die Dose zu zerdrückt, mal führe man die Marke nicht, mal fehle ein Teil des Etiketts auf der Flasche." Die Weigerung der Händler sei besonders schlimm für Menschen, die auf den Notgroschen angewiesen seien.

Jorde riet den Kunden, sich nicht abwimmeln zu lassen. Die Rücknahmepflicht sei im Verpackungsgesetz klar geregelt und gelte auch für Leergut, das ein Pfandautomat vielleicht ablehne. Seit 2006 können Verbraucher in Deutschland ihre Einwegflaschen und -dosen überall in großen Geschäften abgeben. Ausnahmen gibt es nur für kleine Läden und Kioske.

Verbraucherzentrale zur Einwegflaschenrückgabe

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