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Hamburg & Schleswig-HolsteinVerdienstungleichheit zwischen Frauen und Männern gestie­gen

05.03.2026, 10:44 Uhr
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Frauen verdienen weniger, arbeiten seltener und kürzer als Männer: Der sogenannte Gender Gap in Schleswig-Holstein ist laut Statistik leicht gewachsen. Wie sieht es im bundesweiten Vergleich aus?

Kiel (dpa/lno) - Die Verdienstungleichheit zwischen Frauen und Männern in Schleswig-Holstein ist leicht gestiegen. Der sogenannte Gender Gap Arbeitsmarkt, in den drei Indikatoren einfließen, erhöhte sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 34 Prozent, teilte das Statistikamt Nord anlässlich des Weltfrauentages am 8. März mit. Bundesweit lag der Wert den Angaben zufolge bei 37 Prozent. Gründe für die Verdienstungleichheit nannte das Statistikamt nicht.

Der Gender Gap Arbeitsmarkt berücksichtigt Unterschiede beim Bruttostundenverdienst (Gender Pay Gap), der bezahlten monatlichen Arbeitszeit (Gender Hours Gap) und der Erwerbstätigenquote (Gender Employment Gap). Je höher der Gender Gap Arbeitsmarkt ist, desto stärker ist die Verdienstungleichheit zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägt.

Bei allen drei Indikatoren waren die Werte der Frauen niedriger

Die Werte der Frauen lagen bei allen drei Indikatoren unter denen der Männer, wie das Statistikamt weiter mitteilte. So verdienten Frauen in Schleswig-Holstein 2025 durchschnittlich 2,93 Euro pro Stunde (brutto) weniger als Männer. Das Gender Pay Gap lag damit bei zwölf Prozent.

Zudem gingen sie 119 Stunden im Monat einer bezahlten Arbeit nach. Das sind den Statistikern zufolge 18 Prozent weniger als bei Männern. Diese brachten 145 Stunden monatlich für Arbeit auf. Außerdem sind Frauen weniger häufig erwerbstätig als Männer, wie aus den aktuellsten Zahlen von 2024 hervorgeht: In dem Jahr gingen 73,0 Prozent aller Frauen im Norden einer bezahlten Arbeit nach und 80,2 Prozent aller Männer.

Quelle: dpa

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