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Hamburg & Schleswig-HolsteinVermisste Frau aus Noer - Ehemann weiter in Haft

27.07.2026, 16:43 Uhr
Mehr-als-ein-Jahr-nach-dem-Verschwinden-einer-Frau-aus-Noer-wurde-ein-Tatverdaechtiger-verhaftet
(Foto: Marcus Golejewski/dpa)

Seit mehr als einem Jahr fehlt von einer 44-Jährigen jede Spur. Ihr Ehemann sitzt seit Juni in Untersuchungshaft - wegen Totschlags. Ein Gericht entschied nun über eine Haftbeschwerde.

Noer (dpa/lno) - Der Ehemann der vermissten 44-Jährigen aus Noer (Kreis Rendsburg-Eckernförde) bleibt in Untersuchungshaft. Das Landgericht Kiel entschied, den Haftbefehl aufrechterhalten. Die 8. große Strafkammer sehe ebenfalls einen dringenden Tatverdacht, dass er seine Ehefrau getötet habe, teilte das Gericht mit. Der Anwalt des Mannes hatte Haftbeschwerde eingelegt.

Das Amtsgericht Kiel hatte am 22. Juni einen Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag gegen den 50 Jahre alten Ehemann erlassen. Dessen Verteidiger legte am 1. Juli Beschwerde dagegen ein. Am gleichen Tag erhob die Kieler Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags gegen den Verdächtigen. Das Kieler Landgericht muss noch über die Zulassung der Anklage entscheiden.

Was passierte mit der Frau?

Seit mehr als einem Jahr ist die Frau verschwunden. Nach früheren Angaben der Polizei war die damals 43-Jährige zuletzt am 21. März 2025 zweifelsfrei gesehen worden. Ihr Mann meldete sie als vermisst. Dass sich die Frau freiwillig abgesetzt hat, schlossen die Ermittler aus.

Nach dem Verschwinden der Frau suchten mehrfach zahlreiche Einsatzkräfte nach ihr, unter anderem im Felder Holz sowie am und im Westensee. Daneben habe es auch kleinere Maßnahmen gegeben, die nicht so im öffentlichen Fokus gestanden hätten, hieß es.

Zweimal wandten sich die Ermittler im Fernsehen an die Öffentlichkeit: Der Fall war Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" und auch im "Schleswig-Holstein Magazin" des NDR. Im Zuge der Ermittlungen suchte die Polizei auch Zeugen, die einen dunklen Transporter gesehen haben. Zeugenaussagen zu dem Transporter führten schließlich zu Suchaktionen.

Quelle: dpa

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