HessenBrand in Wohnheim – Polizei vermutet versuchten Totschlag

Ein Mensch wurde bei dem Feuer in Bad Hersfeld verletzt. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest.
Bad Hersfeld (dpa/lhe) - Bei einem vermutlich absichtlich gelegten Feuer in einem Wohnheim in Bad Hersfeld ist eine Person verletzt worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Fulda mitteilten, ereignete sich der Vorfall in der Nacht zum Montag. Bewohner des Wohnheims hätten den Brand um kurz nach Mitternacht gemeldet. Beim Eintreffen der Polizei habe die Matratze eines Bettes in einem Zimmer gebrannt. Einsatzkräfte hätten die Flammen unmittelbar gelöscht und so eine weitere Ausbreitung verhindert.
Die verletzte Person sei zum Zeitpunkt des Feuers in dem Bett gewesen. Sie sei vom Rettungsdienst vor Ort medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Weitere Menschen kamen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Auch die Feuerwehr sei im Einsatz gewesen. Die Höhe des Sachschadens in dem Raum sei bisher nicht bekannt.
Haftbefehle erlassen und gegen Auflage außer Vollzug gesetzt
Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von Brandstiftung aus und davon, dass bei der Tat der Tod der verletzten Person billigend in Kauf genommen worden sei, wie es in der Mitteilung hieß. Die Beamten nahmen zwei 38 und 40 Jahre alte Tatverdächtige noch am Brandort fest. Gegen sie wurden den Angaben zufolge Haftbefehle wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und schwerer Brandstiftung erlassen, die allerdings gegen eine Meldeauflage außer Vollzug gesetzt wurden.
Die Staatsanwaltschaft behält sich vor, zu prüfen, ob sie gegen diese Entscheidung Beschwerde einlege, hieß es weiter. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an. Wer sachdienliche Hinweise in dem Fall geben kann, wird gebeten, sich an die Polizeistation Bad Hersfeld oder jede andere Polizeidienststelle oder die Onlinewache der Polizei zu wenden.