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Hessen Hessen bekommt 100 000 zusätzliche Moderna-Impfdosen

Eine Frau wird während einer Corona-Impfaktion in Gießen geimpft. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

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Der Andrang auf Impfungen ist riesig. Doch es mangelt an Impfstoff. In Hessen gab es darüber großen Unmut. Nun gibt es eine gute Nachricht - wenn auch noch nicht ab sofort.

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessen soll am Donnerstag 100 000 zusätzliche Moderna-Impfdosen bekommen. Das teilten der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Mittwochabend mit. Ausgeliefert werden die Dosen laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) allerdings erst nächste Woche.

"Diese zusätzliche Lieferung wird dazu beitragen, dass die Impfkampagne weiter an Fahrt gewinnt", so die Minister. Zuvor hatte Spahns Sprecher Hanno Kautz in einem "Bild"-Bericht gesagt: "Das Land Hessen holt morgen 100 000 Impfdosen von Moderna im Zentrallager des Bundes ab." Der Bundesgesundheitsminister betonte, das Land Hessen treibe die Impfkampagne mit großem Engagement voran. "In guter Kooperation konnten wir der Landesregierung jetzt zusätzlichen Impfstoff zur Verfügung stellen. Danke für den Einsatz."

An den vergangenen Tagen hatte es Unmut über die Impfstoff-Knappheit in Hessen gegeben. Die Hausärzte in Hessen waren "stinksauer" auf die Politik in Berlin. Dass ausgerechnet jetzt nicht genug Corona-Impfstoff in den Praxen ankomme, sei "eine vollständige Katastrophe", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck. "Das ist ein organisatorischer Super-GAU." Die Stimmung sei angespannt, "man könnte auch sagen, beschissen."

Im Impfzentrum von Hessens größter Stadt Frankfurt drohte der Impfstoff auszugehen. Die Lage sei "angespannt", das hatte eine Sprecherin des Gesundheitsamts am Dienstag gesagt. Bereits am Montagabend hatte die Stadt Angebote wie den Impfexpress eingeschränkt und Sonderimpfaktionen abgesagt. "Ganz Frankfurt ist stinksauer auf Berlin", hatte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gesagt. Auch in anderen Städten gab es lange Warteschlangen vor Impfstellen und keine freien Termine beim Arzt.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen bedankte sich bei Klose: "Das ist ein wunderbarer Erfolg in der Vorweihnachtszeit für die Menschen in Hessen." 50 Prozent der zusätzlichen Dosen würden für die vertragsärztliche Versorgung und 50 Prozent für die kommunalen Impfeinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Das Sozialministerium kümmert sich nach eigenen Angaben um den Transport - die 100 000 Dosen würden am Donnerstag abgeholt. Für die Auslieferung sei die KV zuständig. Dort hieß es, die Verteilung der zusätzlichen Dosen werde "in der nächsten Woche erfolgen".

© dpa-infocom, dpa:211201-99-220753/3

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