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HessenProteste gegen AfD-Jugend: Polizei mit Großaufgebot in Fulda

25.03.2026, 12:00 Uhr
Gegen-die-Gruendung-der-bundesweiten-neuen-AfD-Jugendorganisation-im-November-in-Giessen-hatte-sich-damals-eine-Grossdemo-formiert-Gegen-die-Gruendung-des-hessischen-Landesverbandes-in-Fulda-sind-ebenfalls-Proteste-angekuendigt
(Foto: Lando Hass/dpa)

In Fulda soll ein Landesverband der AfD-Jugendorganisation gegründet werden. Innenminister Poseck sieht weniger Brisanz als bei der Großdemo im Herbst in Gießen. Er warnt vor gewalttätigen Aktionen.

Fulda (dpa/lhe) - Die Polizei wird angesichts der angekündigten Proteste gegen die Gründung eines hessischen Landesverbandes der AfD-Jugendorganisation an diesem Samstag nach Angaben von Innenminister Roman Poseck (CDU) mit einem Großaufgebot in Fulda sein. Die Proteste werden nach seiner Einschätzung voraussichtlich aber "nicht die Dimension haben, die wir Ende November in Gießen erlebt haben", sagte er.

Gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) auf Bundesebene in Gießen am 29. November 2025 hatten rund 25.000 Menschen protestiert – die meisten friedlich. Es kam aber auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Verständnis für Sorgen um Demokratie

Während in Gießen Gegendemonstranten wegen der hohen symbolischen Bedeutung eines neuen Bundesverbandes aus ganz Deutschland angereist waren, dürfte das Geschehen in Fulda vor allem eine landesweite Dimension haben, erklärte Hessens Innenminister. "Derzeit muss von einer breiten hessenweiten Mobilisierung ausgegangen werden. Eine Mobilisierung über Hessen hinaus ist bislang nicht feststellbar."

Er verstehe die Besorgnis vieler Menschen vor rechtsextremen Gefahren für Demokratie und Sicherheit, sagte Poseck und appellierte an alle Beteiligten, friedlich und auf dem Boden des geltenden Rechts zu handeln. Rechtswidrige oder gar gewalttätige Aktionen von Gegendemonstranten seien Angriffe auf den Rechtsstaat.

Ein Bündnis aus mehreren Gruppen hat Proteste gegen die Gründung eines hessischen Ablegers der AfD-Jugendorganisation am 28. März in Fulda angekündigt. Um 10.00 Uhr soll sich ein Demonstrationszug formieren, um 10.30 Uhr ist ein sogenanntes Demokratiefest vor dem Bürgerhaus im Stadtteil Johannesberg geplant, wo um 11.00 Uhr die AfD-Tagung beginnen soll.

Quelle: dpa

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