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HessenOsterfeuer: So sollten Tiere und Natur geschützt werden

01.04.2026, 13:15 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Osterfeuer sind ein beliebter Brauch zu Ostern, bergen aber Gefahren für Tiere und Natur. Was beim Entzünden beachtet werden sollte.

Hersfeld-Rotenburg (dpa/lhe) - Es ist ein traditioneller Brauch zu Ostern: das Entzünden des Osterfeuers. Für viele Menschen gehört es als geselliges Miteinander zu den Feiertagen fest dazu. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Hersfeld-Rotenburg mahnt aber, dabei auch den Natur- und Brandschutz in den Blick zu nehmen.

So könne das Osterfeuer für Wildtiere eine Bedrohung darstellen. Nach Angaben der Behörde finden etwa Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten und kleine Säugetiere Unterschlupf in aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen. Besonders im Frühjahr nutzen die Tiere solche Haufen als Brut- und Nistplätze.

Vor dem Anzünden sollten entsprechende Haufen deshalb unbedingt umgesetzt werden. "Wird das Material kurz vor dem Abbrennen nicht umgesetzt, besteht die Gefahr, dass sich noch Tiere darin befinden", erklärt Martina Schäfer, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde. In diesem Fall könnten die Tiere verletzt oder sogar getötet werden.

Brennmaterial möglichst kurzfristig aufschichten

Um zu verhindern, dass sich Tiere in den Haufen einquartieren, sollte das Brennmaterial nach Empfehlung der Behörde möglichst erst am Tag des Osterfeuers aufgeschichtet werden. Bereits länger liegende Haufen sollten vor dem Abbrennen umgeschichtet werden, damit den Tieren die Möglichkeit zur Flucht gegeben wird.

Das Umschichten sollte außerdem möglichst auf befestigten Flächen stattfinden, um empfindliche Bereiche wie Wiesen oder Biotope zu schonen. Die Feuer sollten in einem ausreichenden Abstand von mindestens 50 Metern zu Bäumen, Hecken und Sträuchern entzündet werden. Ungeeignete Materialien wie behandeltes Holz, Abfälle oder Kunststoffe dürfen nach Angaben der Behörde nicht verbrannt werden.

Auch Brandschutz beachten

Neben dem Schutz der Tiere sollte auch der Brandschutz eingehalten werden. "Offene Feuer sollten stets so angelegt werden, dass keine Gefahr für Menschen, Gebäude oder die Umgebung entsteht", sagt Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger. Feuerstellen sollten jederzeit beaufsichtigt werden und ausreichend Löschmittel in unmittelbarer Nähe sein. Nach dem Abbrennen müsse sichergestellt werden, dass die Glut vollständig erloschen sei.

Quelle: dpa

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