HessenPolizeipferde in Hessen – mehr als 200 Einsätze im Jahr

Ob Objektschutz oder Fußballspiel: Hessens Polizeipferde waren 2025 bei mehr als 200 Einsätzen im Dienst. Was ist der Vorteil an diesen Einsätzen und wie werden die Tiere gesund gehalten?
Wiesbaden (dpa/lhe) - In Hessen ist es im vergangenen Jahr zu 215 Einsätzen mit Dienstpferden der Polizei gekommen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es noch 241 Einsätze. Das geht aus der Antwort des Landesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Sascha Herr hervor.
Unter anderem kam es 2025 zu 88 Einsätzen im Bereich Objektschutz, 63 im Streifendienst und zu 42 Einsätze bei Fußballspielen. Laut den Angaben standen dem Land Hessen in den vergangenen zehn Jahren jeweils zwischen 15 und 20 Dienstpferde zur Verfügung.
Was sind die Vorteile von Einsätzen mit Pferden?
"Die Polizeipferde sind allein durch ihre Größe und Ausstrahlung eine imposante Erscheinung, die bei Großveranstaltungen wie Demonstrationen oder Fußballspielen eine beruhigende, ordnende Wirkung haben", heißt es bei der Polizei. "Gleichzeitig ermöglicht die erhöhte Position der Reiterinnen einen besseren Überblick über Menschenmengen und erleichtert zudem die frühzeitige Wahrnehmung von problematischen Situationen." Eine starke Bindung zwischen Einsatzreiterin und dem zugewiesenen Dienstpferd sei dabei essenziell.
Und wie werden die Tiere fit und gesund gehalten?
Laut dem Innenministerium werden die Dienstpferde der Polizeireiterstaffel regelmäßig vom Tierarzt beziehungsweise Zahnarzt untersucht. "Ebenso gibt es für die Dienstpferde in turnusmäßigen Abständen osteopathische Behandlungen", erklärte die Behörde. Zudem bekomme jedes Pferd spätestens alle sechs Wochen einen neuen Hufbeschlag. Des Weiteren werde sichergestellt, dass jedes Pferd einen geeigneten Sattel trage.
Auch für Bewegung sei gesorgt: "Durch tägliches Bewegen der Dienstpferde in Form von klassischem Reiten (Dressur/Springreiten), Longieren, Führanlage, Ausritten und Bodenarbeit werden die Pferde im richtigen Maße belastet und gefördert."