HessenRazzia gegen Einschleusung und Prostitution - Festnahmen

Wohnungen für illegal Eingereiste und Prostitution ohne gültigen Aufenthaltstitel: In Kassel und Fuldatal gehen Polizei und Staatsanwaltschaft gegen ein mutmaßliches Schleusernetzwerk vor.
Kassel (dpa/lhe) - Die Bundespolizei hat in Kassel und Fuldatal (Landkreis Kassel) vier Verdächtige wegen des illegalen Einschleusens von Ausländern festgenommen. Es handle sich um einen Deutschen und drei brasilianische Staatsangehörige im Alter von 32 bis 56 Jahren, teilten Bundespolizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit. Ein Haftrichter habe die Untersuchungshaft gegen alle Vier angeordnet.
Einige Verdächtige stehen im Verdacht, brasilianische Staatsangehörige eingeschleust zu haben. Andere sollen den Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhalten, Wohnraum zur Verfügung gestellt und das Ausüben der Prostitution ohne erforderliche Aufenthaltstitel ermöglicht haben.
Die Staatsanwaltschaft hatte die Maßnahmen beantragt. Im Zuge dessen seien auch drei Objekte durchsucht worden. Dabei seien 35 Menschen angetroffen und vorläufig festgenommen worden, da gegen sie der anfängliche Verdacht des unerlaubten Aufenthalts bestehe, hieß es. Das Polizeipräsidium Nordhessen übernehme die Bearbeitung dieser Fälle.
Zudem wurde ein Arrestbeschluss in Höhe von 1.046.360,00 Euro vollzogen, wie es hieß. Ein Arrestbefehl ist eine behördliche oder gerichtliche Anordnung, mit der Vermögenswerte vorläufig gesichert oder blockiert werden
Es wurden eine Immobilie und 17 Konten gepfändet sowie Bargeld in Höhe von knapp 25.000 Euro beschlagnahmt. Die Einsatzkräfte stellten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter Handys, Tablets und weitere Speichermedien.