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HessenSchwere Grillunfälle sind selten

28.04.2026, 04:00 Uhr
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Ein Fettspitzer auf der Haut oder an den Rost gefasst: Meist ist das nicht so schlimm. Aber es gibt Ausnahmen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Grillen ist nicht ungefährlich, aber schwere Unfälle sind selten. Schätzungen gehen von rund 4.000 Grillunfällen pro Jahr in Deutschland aus. Genaue Zahlen oder Angaben für einzelne Bundesländer gibt es nicht. Meist sind es Bagatellen, mit denen die Menschen nicht zum Arzt gehen und die nicht gesondert erfasst werden.

In der Berufsgenossenschaftlichen (BG) Unfallklinik in Frankfurt werden pro Saison fünf bis zehn schwere Grillunfälle behandelt, wie Professor Christoph Hirche sagt. Er leitet die Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Rekonstruktive Mikrochirurgie an der BG-Unfallklinik. Hochgerechnet auf Hessen schätzt er die Zahl "ganz grob" auf um die 30.

2025 versuchte in Schotten im Vogelsbergkreis ein Mann, einen Holzkohlegrill mit Benzin zu entzünden. Durch den Brandbeschleuniger geriet laut Polizei seine Kleidung in Brand, er wurde schwer verletzt.

In Kassel brannte 2025 ein Mehrfamilienhaus, nachdem sich beim Grillen auf der Dachterrasse Gas aus dem Gasgrill entzündet hatte. Beim Versuch, die Gasflasche von der Terrasse zu schaffen, wurde ein Mann schwer verletzt.

2024 schüttete ein Mann in Groß-Gerau Spiritus auf den Grill - es kam zu einer Stichflamme, die auf einen 31-Jährigen übergriff, der neben dem Grill stand. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in eine Klinik.

Quelle: dpa

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