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HessenSemesterstart in Hessen: Kampagne gegen Wohnungsnot

17.10.2026, 04:02 Uhr
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Tausende Studierende im Rhein-Main-Gebiet warten weiterhin auf einen Platz im Wohnheim. Studierendenwerke und Kommunen setzen auf private Vermieter – und ein besonderes Pilotprojekt.

Frankfurt (dpa/lhe) - Der Semesterstart bedeutet für viele junge Menschen vor allem eins: Umstellung. Ungewohntes Umfeld, neue Studieninhalte und die Herausforderung, in großen Städten einen Wohnraum zu finden. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet ist und bleibt die Wohnraumsuche für viele Studierende ein Problem.

Deshalb hat das Studierendenwerk Frankfurt Anfang September eine Kampagne gestartet. Auf dem Portal www.wohnraum-gesucht.de können private Vermieterinnen und Vermieter Wohnraumangebote veröffentlichen.

"Ein freies Zimmer kann für Studierende weit mehr sein als nur ein Dach über dem Kopf: Es kann der Beginn eines erfolgreichen Studiums sein", betonte Ulrich Schielein, Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks Frankfurt am Main und Vizepräsident der Goethe-Universität.

Wohnraum auf Zeit

Für Studierende seien nicht nur reguläre Mietwohnungen interessant. Auch freie WG-Zimmer, befristete Mietverhältnisse oder Zwischenmieten könnten eine Lösung sein. Gerade zum Start des Semesters erleichtere ein Zimmer auf Zeit den Einstieg in das Studium und vermeide lange Pendelwege, hieß es in der Pressemitteilung des Studierendenwerks Frankfurt.

Bisher laufe die Kampagne gut an. Viele Angebote seien auf der Plattform veröffentlicht worden. Damit erreiche die Kampagne viele private Vermieterinnen und Vermieter, die bereit seien, "einen Beitrag für ein bezahlbares Zuhause für junge Menschen zu leisten". Laut Studierendenwerk Frankfurt warten derzeit dennoch weiterhin 2.400 Studierende auf einen Wohnheimplatz.

Wohnbörse und Pilotprojekt

Neben dem Studierendenwerk in Frankfurt ruft auch das Studierendenwerk in Gießen regelmäßig private Vermieter und Vermieterinnen dazu auf, Wohnraum für die Studierenden zur Verfügung zu stellen. Auf der Wohnungsbörse unter www.stwgi.de/wohnboerse können Angebote kostenlos und ganzjährig eingestellt werden. Ebenso können Studierende ihre Gesuche dort veröffentlichen. Auch das Studierendenwerk in Kassel bietet eine Online-Wohnungsbörse an.

"Die Wohnungsbörse gibt es bereits seit Jahrzehnten - in weniger digitalen Zeiten als Stecktafel mit Wohnungsangeboten auf Karteikarten, später dann als Online-Wohnungsbörse auf unserer Webseite. Sie ist (und war) nicht wegzudenken", teilte Pressesprecherin Brigitte Schwarz mit.

Pilotprojekt in Friedberg

Am Standort Friedberg läuft schon länger ein Pilotprojekt. Dort setzen die Stadtverwaltung Friedberg und das Studierendenwerk Gießen auf eine gemeinsame Lösung. Sie rufen Immobilienbesitzer dazu auf, ungenutzten Wohnraum für Studierende bereitzustellen.

Für Vermieterinnen und Vermieter ist dieses Angebot laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Vorteil: "Als Vertragspartner tritt nicht die einzelne Studentin oder der einzelne Student auf, sondern das Studierendenwerk Gießen selbst." Eigentümer könnten so "ihre Immobilie für einen festen Zeitraum zur Verfügung stellen". Der logistische und personelle Aufwand bleibe beim Studierendenwerk. Nur die Mietkonditionen müssten an Studierende angepasst werden.

Quelle: dpa

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