HessenSo kommt man trotz Warnstreiks im Nahverkehr voran

Am Montag bleiben wegen eines Tarifstreits vielerorts Busse und Bahnen in den Depots. In Hessen gibt es einen Streikaufruf für fünf Städte. Das können Fahrgäste tun, um trotzdem mobil zu sein.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Zum Warnstreik aufgerufen sind Beschäftigte im Nahverkehr in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen. Betroffen sein werden Busse und Bahnen in sehr unterschiedlichem Ausmaß, da der Nahverkehr in den Kommunen unterschiedlich organisiert ist.
In Marburg und Gießen rechnen die Stadtwerke mit keinerlei Auswirkungen. In den anderen Städten müssen sich Fahrgäste dagegen auf erhebliche Einschränkungen einstellen.
Ihnen wird geraten, kurz vor Fahrtantritt noch einmal Informationen einzuholen. Dies geht beispielsweise online über die Fahrtauskunft bei rmv.de. Hier kann man die Verkehrsmittel, die nicht fahren, ausblenden und erhält so eine aktuelle Auskunft.
In Frankfurt fallen U- und Straßenbahnen unter den umstrittenen Tarifvertrag. S-Bahnen, Regionalzüge und die in der Stadt privatrechtlich betriebenen Busse dürften dagegen nicht bestreikt werden - mit ihnen kann man also vorankommen. Gleiches gilt für regionale Buslinien und Express-Busse. Man müsse aber mit einer hohen Nachfrage rechnen, teilt die Nahverkehrsgesellschaft traffiq mit.
In Wiesbaden sind die meisten Busse der Verkehrsgesellschaft ESWE betroffen. Mit einigen Linien von Partnerunternehmen können Fahrgäste aber weiterkommen: Es sind die Nummern 5, 28, 39 und 46. Auch auf Regionalbusse kann man umsteigen. Einschränkungen seien aber auch hier möglich, heißt es von der ESWE.
Da es auch tagsüber kurzfristige Änderungen geben kann, empfiehlt die Gesellschaft den Blick in die ESWE-Tickets-App. Auch eine Sonderseite im Internet steht zur Verfügung unter eswe-verkehr.de/warnstreik.
In Kassel ist die Verkehrsgesellschaft KVG betroffen - und damit voraussichtlich sämtliche Straßenbahn‑ und Buslinien der KVG im Stadtgebiet (Linien 1 bis 29). Ebenso die Buslinien 11, 17 und 22 im Umland sowie die Fahrten auf den Straßenbahnstrecken nach Vellmar, Baunatal und durch das Lossetal. RegioTrams sind nur zwischen dem Umland und Kassel Hauptbahnhof unterwegs.
Weiter kommt man im Stadtgebiet mit regionalen Buslinien. Welche dies sind, darüber können sich Fahrgäste im Internet unter kvg.de und nvv.de informieren.
In Gießen gehen die Stadtwerke dagegen davon aus, dass der Streikaufruf keine Auswirkungen auf den Busverkehr haben wird. Denn der Aufruf schließe die bei dem Tochterunternehmen Mit.Bus angestellte Fahrer und Fahrerinnen nicht ein.
Auch in Marburg rechnen die Stadtwerke mit keinen Auswirkungen. Die Stadtbusse werden regulär unterwegs sein, heißt es auf deren Internetseite: "Im Betrieb der Marburger Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) ist mit keinen größeren streikbedingten Auswirkungen zu rechnen."