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ThüringenGrippe breitet sich weiter aus - RSV-Welle angelaufen

30.01.2026, 16:05 Uhr
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Husten, Fieber, Schniefen - die Zahl der Grippefälle nimmt in Thüringen weiter zu. Auch andere Atemwegsinfekte, etwa RSV, beschäftigen Ärzte.

Erfurt (dpa/th) - Die Grippe breitet sich in Thüringern weiter aus. In der vierten Januarwoche wurden 1.366 neue Krankheitsfälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das ist der bislang höchste Wochenwert seit Beginn der Grippesaison Anfang Oktober. Seitdem wurden insgesamt 4.794 Grippefälle und 17 Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza erfasst. Die Zahl der Grippetoten hat sich somit im Vergleich zur Vorwoche um 7 erhöht. 895 Menschen mussten aufgrund der Erkrankung in Krankenhäusern behandelt werden.

Die am stärksten von Grippe betroffene Altersgruppe sind weiterhin Kleinkinder im Alter bis zu vier Jahren. Zu Todesfällen kam es überwiegend bei den 50- bis über 80-Jährigen.

Bei den Zahlen ist von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen. Wegen der meist eindeutigen klinischen Symptome veranlassen Ärzte nicht immer eine für den direkten Nachweis von Grippeviren notwendige Labordiagnostik.

Gemeinschaftseinrichtungen zunehmend betroffen

Zunehmend gehen Meldungen über gehäufte Grippeausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Pflegeheimen ein. Allein in der untersuchten Woche wurden 23 Ausbrüche mit je mindestens fünf Erkrankten gemeldet.

Auch RSV macht sich in Thüringen inzwischen stärker bemerkbar. Die Abkürzung steht für Respiratorisches Synzytial-Virus, das ist ein weit verbreiteter Erreger von Atemwegsinfektionen. In Thüringen wurden in dieser Saison bislang 316 Fälle gemeldet, mehr als ein Drittel (120) davon traten in der vierten Januarwoche auf. Erkrankt waren überwiegend Kleinkinder im Alter bis zu vier Jahren.

Quelle: dpa

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