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HessenSticker und Plakate mit Hilfenummer: Mehr Schutz für Schüler

11.05.2026, 04:02 Uhr
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Ob Prüfungsstress oder Zukunftsängste: Mit einer "Nummer gegen Kummer" sollen junge Leute in Hessen einen anonymen und geschützten Draht zu Beratungen bekommen.

Wiesbaden/Kelkheim (dpa/lhe) - Angesichts der psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen sollen alle hessischen Schulen in den nächsten Tagen Plakate und Sticker mit der "Nummer gegen Kummer" erhalten. Nach den Vorstellungen des Kultusministeriums können die Aufkleber etwa an Rückzugsorten wie den Toiletten angebracht werden.

Schülerinnen und Schüler finden dort Kontaktdaten, um sich kostenlos und anonym von der Anlaufstelle "Nummer gegen Kummer" per Telefon, Chat oder Mail beraten zu lassen. Der bundesweite Verein mit geschulten ehrenamtlichen Helfern ist aus dem Kinderschutzbund hervorgegangen.

Das Kultusministerium erläuterte zum Projektstart, es sei die erste Kooperation dieser Art mit Schulen bundesweit. Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Nachfrage nach Beratungs- und Unterstützungsangeboten wachse. "Gerade im Schulalltag muss damit angemessen umgegangen werden. Viele junge Menschen tragen Sorgen mit sich – nicht immer erkennbar, oft still", hieß es weiter.

Kultusminister Armin Schwarz (CDU) erklärte: "Eine unsichere Welt, Kriege, Zukunftsängste, eine ausufernde Social-Media-Nutzung, Probleme in der Familie oder mit anderen Menschen, Prüfungsstress – all das kann verunsichern und zu Ängsten bei Kindern und Jugendlichen führen."

Der Politiker, der selbst einst Lehrer gewesen war, ergänzte: "Die Schule ist weit mehr als ein Ort des Lernens – sie ist ein zentraler Lebensraum, in dem wir Verantwortung für das Wohlbefinden unserer Schülerinnen und Schüler tragen."

Quelle: dpa

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